Donnerstag, 09.09.2010
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Recherchieren, Interviews führen, Artikel schreiben und Saft trinken – Alltag in der WZ-Jugendredaktion. Im Folgenden stellen sich die jungen Reporter und ihre Arbeit vor. Sie werden nun regelmäßig eine Jugendseite mit ihren Themen füllen.


» Berichte der WZ-Jugendredaktion

Kea Schuster

Seit Oktober 2008 bin ich nun bei der WZ-Jugendredaktion. Obwohl ich mich schon immer sehr für Journalismus interessiert habe, bin ich eigentlich eher zufällig dazu gekommen. WZ-Jugendreporter und Mitschüler Kai erzählte mir von diesem Projekt und ich war total begeistert.

Nachdem ich mich einfach mal bei der WZ gemeldet hatte, stellte sich heraus, dass die Jugendredaktion durchaus Verstärkung gebrauchen konnte. Vor meinem ersten Treffen mit den anderen war ich natürlich sehr aufgeregt. Es ist immer komisch zu einer Gruppe von Leuten zu stoßen, die sich schon so lange kennen. Doch diese Bedenken verflogen rasch, da alle sehr nett zu mir waren. Die Redaktionssitzungen sind immer mit viel Spaß verbunden. Und dennoch schaffen wir es, produktiv an unseren Artikeln zu arbeiten. Alle sind mit viel Eifer dabei und haben tolle Ideen. Dieser Job scheint nie langweilig zu werden, und je mehr ich mich mit der Zeitungsarbeit beschäftige, desto besser gefällt mir das Ganze. Meinen ersten Artikel habe ich auch schon geschrieben. Ich bin sehr gespannt auf das, was noch alles auf mich zukommt.

Helen Töben

Als ich am ersten Treffen der WZ-Jugendredaktion teilgenommen habe, war ich gespannt, was auf mich zukommen würde. Ich hatte zuvor noch nie für eine Zeitung geschrieben, auch nicht für die Schülerzeitung. Dementsprechend ahnungslos ging ich auch an die Sache heran. Wie sich herausstellte, hatte ich mich gehörig mit dem Maß an Arbeit verschätzt, die erledigt werden muss, bis eine Seite fertiggestellt ist. Themen müssen festgelegt und zugeteilt werden. Dazu sollte man möglichst auch noch ein passendes Bild finden. Wenn die Artikel alle fertig sind, werden sie erst einmal von uns allen genau unter die Lupe genommen. Die Sprache und der Aufbau müssen stimmen, damit der Text ansprechend und die Informationen in sich schlüssig sind. Dann ist es Zeit, sich um das Layout zu kümmern. Nebenbei lernen wir etwas über Darstellungsformen, von denen ich zwar noch nie zuvor gehört habe, aber sie tatsächlich täglich in der Zeitung lese. Insgesamt macht es Spaß, in der WZ-Jugendredaktion zu sein.

Jost Bleckwehl

So wie fast jeden Morgen stand ich an meinem Schließfach, kramte meine Bücher aus dem Spint, klemmte sie mir unter den Arm und versuchte ungeschickt, mit der linken Hand das Fach zuzuschließen. Auf dem Weg zu den Bioräumen drehten sich meine Gedanken um die Ereignisse des vergangenen Wochenendes und die ultimative Ausrede für die vergessenen Hausaufgaben.

Auf meinem abgehetzten Weg rüber ins andere Gebäude sprach mich Oberstufenkoordinator Rolf Schaper an und fragte mich, wie es mir ginge und wie ich jetzt so in der zwölften Klasse zurechtkommen würde. Ein wenig irritiert entgegnete ich ihm und stellte fest, worauf er anspielte. Es ging um die WZ-Jugendredaktion und um die Frage, ob ich Lust hätte, dort mitzuwirken. Einige Berichte der Jugendredaktion hatte ich schon gelesen und ich kannte auch ein paar der Jugendreporter. Heute bin ich einige Male in der Redaktion gewesen, wo ich sofort nett und herzlich aufgenommen wurde. Es ist äußerst interessant, mit anderen Jugendlichen zusammen zu arbeiten, um regelmäßig eine ansprechende Zeitungsseite mit Inhalten zu gestalten. Das muss man sich aber nicht so „spießig“ vorstellen wie es sich vielleicht anhört. Es wird in einer lockeren Runde viel gelacht und philosophiert. Nachdem ich meinen ersten Bericht veröffentlichen durfte und überwiegend gute Kritik erhalten habe, würde ich sagen, dass es sicher nicht die schlechteste Entscheidung war, mich zwischen Schließfach und Bioraum für die Jugendredaktion zu entscheiden.

Chiara Reubold

Da ich mich schon immer für Journalismus interessiert habe, war ich sehr glücklich, dass ich mein Schulpraktikum im Januar 2009 bei der „Wilhelmshavener Zeitung“ machen durfte. Als meine

Praktikumszeit dem Ende entgegen ging, war ich sehr traurig. Daher war ich natürlich umso glücklicher, anschließend in der Jugendredaktion mitwirken zu können. Die Redaktionssitzungen bringen immer sehr viel Spaß, da auch jeder seine Wünsche und Vorstellungen einbringen kann. Es ist zwar manchmal schwer, Themen zu finden, aber im Team schaffen wir alles. Mich persönlich freut es, wenn wir positive Resonanz von der Familie, Freunden oder Lehrern bekommen. Dann merkt man, dass unsere Texte auch Anerkennung finden. Ich bin immer mehr davon überzeugt, dass ich diesen Beruf auch machen möchte. Ich bin schon gespannt, was wir bei unserem nächsten Treffen mit viel Spaß und Konzentration auf die Beine stellen. Wenn ich dann in die Zeitung schauen kann und unsere Artikel sehe, weiß ich, es war wieder ein gelungener Tag vor dem Rechner und in der Redaktion.

Maritje Battermann

Ich bin Maritje, eine Schülerin der IGS Wilhelmshaven. An das Angebot, eine „Journalistin“ zu werden, bin ich durch meinen ehemaligen Politik-Lehrer gekommen. Als er sagte, dass die WZ-Jugendredaktion „Frischfleisch“ bräuchte, war ich gleich mit dabei. Ich stellte mir die Arbeit bei der Zeitung ziemlich spannend vor, weil die WZ zu einem zentralen Medium in Wilhelmshaven gehört. Manch einer stellt sich die Mitarbeit gewiss langweilig vor, doch obwohl ich zu dem so genannten „Frischfleisch“ gehöre, kann ich sagen, dass in der WZ-Jugendredaktion nicht nur Kopfarbeit angesagt ist, sondern auch handwerkliches Geschick. Bestes Beispiel dafür ist der Bau unserer pinken Jugendredaktion- Pappboot-Ente.

Wenn ich an die Treffen der Jungendredaktion denke, dann fällt mir ein Vergleich ein: „Je älter die Oma, desto süßer und klebriger der Kuchen.“ Also: umso mehr Leute in den Konferenzen sitzen, desto produktiver und lustiger ist sie.

Lea-Johanna Klebba

Vielleicht wird erwartet, dass auf dieser Seite aufregende und spannende Geschichten junger Leute zu lesen sein werden, die erzählen, wie diese zur Zeitung gekommen sind. Ich muss Sie leider enttäuschen: Es gab kein Casting wie etwa „WZ sucht die Superredaktion“. In der Jugendredaktion sitzen schlicht und einfach acht Jugendliche zusammen, die das Schreiben und die journalistische Tätigkeit für sich entdeckt haben. Mich faszinierten schon immer Zeitungen von A bis Z, sei es die Heldenklasse wie der „Spiegel“ oder „Stern“ oder die „leichten“ Lektüren wie die „Maxi“. Alle Vertreter stapeln sich heute in den Ordnern meiner Regale. Ich interessiere mich aber nicht allein für den Inhalt der Artikel, sondern auch für die unterschiedlichen Darstellungsformen, Schreibstile und dafür, wie emotional bewegende, aber auch unterhaltsame Themen in Worte verpackt und an den Leser gebracht werden. Um dieses Berufsfeld für mich anzutesten und meine Neugier auf den Alltag in einer Redaktion zu stillen, bewarb ich mich um ein Schülerpraktikum bei der„Wilhelmshavener Zeitung“. Nach der Zusage verbrachte ich drei spannende Wochen in der Redaktion. Schon in diesem Zeitraum war eine Jugendredaktion in Planung. Und so fragte man mich spontan nach meinem Interesse.

Niklas Höfken

Jetzt sitze ich hier vor meinem Computer und weiß nicht, was ich schreiben soll. Seit Tagen geistern einzelne Satzteile in meinem Kopf herum, aber trotzdem habe ich mich nicht an den Artikel gesetzt, den ich für die erste Seite der Jugendredaktion schreiben soll. Was soll man auch schon über sich selbst schreiben? Ich habe zwar schon mehrere Schülerzeitungen überlebt und arbeite viel mit Jugendredaktions-Kollegin Lea zusammen, wenn Schreibarbeit in der Schule anfällt – die Lust am Job des Redakteurs entfachte sich allerdings erst durch ein Betriebspraktikum in der Sportredaktion der „Wilhelmshavener Zeitung“, das ich absolviert habe.

Svenja Gabriel-Jürgens

Ins kalte Wasser geworfen werden“ – ungefähr so lässt sich mein Einstieg bei der Jugendredaktion der „Wilhelmshavener Zeitung“ beschreiben. Okay, ich gebe zu, das Wasser war nicht wirklich kalt. Und geworfen wurde ich auch nicht. Eher angestoßen, in einem kleinen pinken Pappboot, das ich freiwillig bestieg, um für die Jugendredaktion den Sieg beim Deichbrückenfest 2009 zu erpaddeln.

Dank meiner Glanzleistung landete die WZ-Jugendredaktion auf einem sensationellen zweiten Platz – wenn auch leider von hinten. Dieses eher mäßige Ergebnis führte jedoch glücklicherweise nicht zu einem Ausschluss meinerseits aus dem Team der Jugendredaktion. Deshalb darf auch ich mich nun stolz als ein Mitglied dieser Truppe bezeichnen. Recherchieren, Interviews führen und Artikel verfassen – all diese Aufgaben habe ich mit viel Spaß bereits bei einem sechsmonatigen Praktikum bei der „Wilhelmshavener Zeitung“ bewältigt. Dank der Jugendredaktion ist dies auch weiterhin möglich. Darüberfreue ich mich sehr und bin gespannt, welche schreiberischen Aufgaben als Nächstes auf mich zukommen werden.

Ihr habt Kritik oder Anregungen für die Jugendredaktion? Meldet euch einfach bei der „Wilhelmshavener Zeitung“, Stephan Giesers, Telefon 488-449, E-Mail: » jugendredaktion@wzonline.de