Montag, 08.02.2010
Große Dankbarkeit der Libanesen
Seit 2007 leistet die Deutsche Marine Unterstützungsarbeit im Libanon. Der Schwerpunkt beim UNIFIL-Einsatz soll künftig auf der Ausbildung der libanesischen Marine liegen.
Von Michael Halama
Wilhelmshaven/Beirut - Als die Fregatte "Schleswig-Holstein" kürzlich von ihrem UN-Einsatz im östlichen Mittelmeer heimkehrte, waren auch sieben Libanesen an Bord. "Von Beirut aus sind vier Offiziere und drei Kadetten der libanesischen Marine zur Ausbildung bis Wilhelmshaven mitgefahren", berichtet Fregattenkapitän Nils Brandt. Sie wurden auf der Brücke eingesetzt, übten die Selbst- und Kameradenhilfe im Sanitätsdienst und die Schadensabwehr (Brand- und Leckbekämpfung) auf einem Schiff. "Beeindruckt hat uns der hohe Bildungsstand der Offiziere, auch ihre militärische Vorbildung in Frankreich und Deutschland machte sich bezahlt", so der Kommandant der Fregatte. Seit Ende 2006 ist die Deutsche Marine im UNIFIL-Einsatz vor dem Libanon präsent, seit 2007 hilft Deutschland dem Libanon beim Aufbau und der Ausbildung seiner kleinen Marine. Für Verteidigungspolitiker und hohe Militärs hat dieser Teil des deutschen Auftrags längst Priorität - noch vor der Überwachung des Schiffsverkehrs in dem Seegebiet vorm Libanon. Realistisch schätzen sie jedoch ein, dass die Leistungsfähigkeit der kleinen libanesischen Marine auch künftig eher der einer Küstenwache entsprechen wird. Während der vier Monate als Flaggschiff des internationalen UN-Marineverbandes beteiligte sich die "Schleswig-Holstein" 2009 maßgeblich an dem Ausbildungsprogramm für die Libanesen. Mehr lesen Sie heute in der "Wilhelmshavener Zeitung"
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