Mittwoch, 23.12.2009
SPD fordert Verzicht auf Kreistagsvorsitz
![]() Karl-Heinz Funke (SPD) gerät immer mehr unter Druck. WZ-FOTO: GABRIEL-JÜRGENS |
8000 Euro ließ sich Karl-Heinz Funke vom OOWV schenken. Das könnte ihn jetzt seine letzten Ämter kosten.
Von Malte Kirchner
Varel/Friesland - Der Rückhalt für den Kreistagsvorsitzenden Karl-Heinz Funke (SPD) in seiner Partei schwindet. Nachdem am Wochenende bekannt wurde, dass er als Vorsteher des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbandes (OOWV) 8000 Euro als Zuwendung zu seiner Silberhochzeit vor zwei Jahren erhalten hat, werden nun Forderungen laut, dass er seine letzten politischen Ämter aufgeben soll. Er selbst räumt mittlerweile einen Fehler ein und legte den Vorsitz im Verband, den er seit dem Jahr 2001 innehatte, nieder.
Doch das Eis für den Vareler bleibt dünn. Frieslands SPD-Kreisvorsitzender Olaf Lies fand gestern deutliche Worte: Das entspricht nicht dem Bild von Politik, das ich habe. Ich habe große Zweifel, dass Karl-Heinz Funke die herausgehobene Funktion des Kreisvorsitzenden weiter ausüben kann. Funke solle auch sein Mandat überdenken. Auf die Zugehörigkeit zum Kreistag hat die Politik jedoch keinen Einfluss. Da sie ihm vom Wähler verliehen wurde, muss Funke selbst darüber befinden. Anders der Vorsitz: Hier könnte der Kreistag Funke per Votum absetzen.
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