Wilhelmshaven

13.09.2019


Zukunft von "Mittwochs am Pumpwerk" steht auf der Kippe


Die 16. Saison von "Mittwochs am Pumpwerk" hat ein verregnetes Ende gefunden. Ob es eine 17. Auflage geben wird, ist für den Veranstalter aktuell fraglich.


Das letzte Konzert bestritt am Mittwoch die Joe-Cocker-Tribute-Band „Sheffield Steel“ - drinnen . Für Veranstalter Michael Reckers (li.) ein trauriger Abschluss.    WZ-Foto:    Lübbe/Gabriel-Jürgens

Das letzte Konzert bestritt am Mittwoch die Joe-Cocker-Tribute-Band "Sheffield Steel" - drinnen. Für Veranstalter Michael Reckers (li.) ein trauriger Abschluss. WZ-Foto: Lübbe/Gabriel-Jürgens

 

Von Lutz Rector

Wilhelmshaven - 18 Termine umfasste die Reihe „Mittwochs am Pumpwerk“. Der Auftakt am „Außenstandort“ Nassauhafen als Teil von „Haven Ahoi“ verlief vielversprechend. „Doch in den vergangenen Wochen war irgendwie der Wurm drin“, sagt Veranstalter Michael Reckers.

Das Großfeuer bei Alba zog eine komplette Absage nach sich, die letzten zwei Konzerte mussten wetterbedingt nach drinnen verlegt werden. Das ließ die Umsätze für den Gastronomen dramatisch einbrechen, so dramatisch, dass Reckers nun über ein Ende von „Mittwochs am Pumpwerk“ nachdenkt.

Als Reckers die Reihe vor 15 Jahren ins Leben rief, war sicher auch viel Idealismus dabei. Der Gastronom betrat gewissermaßen Neuland, als er wöchentliche Open-Air-Konzerte am Pumpwerk anbot - Eintritt kostenlos. Doch die Idee fand Gefallen. Nicht nur beim Publikum, das kontinuierlich anwuchs, sondern auch in anderen Gemeinden.

Viele ahmten das Format nach. Ein Knackpunkt für die Wirtschaftlichkeit von „Mittwochs am Pumpwerk“, wie Reckers erklärt. „Als ich anfing, hatten die meisten Bands Mitte der Woche Zeit. Statt im Proberaum zu hocken, haben sie lieber für kleines Geld live gespielt!“ Das sehe heute völlig anders aus.

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Durch den Ausfall wegen des Alba-Brandes und die Verlegung der letzten zwei Konzerte nach drinnen habe er „richtig Geld mitbringen müssen“, berichtet der Gastronom. Das Minus beziffert er auf rund 15.000 Euro. Unter den aktuellen Vorzeichen sei eine Fortsetzung von „Mittwochs am Pumpwerk“ nicht darstellbar. Natürlich könnte er die Getränkepreise erhöhen, positive Auswirkungen auf die Bilanz verspreche er sich davon allerdings kaum, so Reckers. Eine denkbare Lösung könne Sponsoring sein, sofern sich Interessenten fänden. Aktuell macht sich der Gastronom jedenfalls eine Menge Gedanken - darunter auch den, mit „Mittwochs am Pumpwerk“ Schluss zu machen. Für Wilhelmshaven wäre das ganz sicher ein Verlust.

 

 

Dies ist ein Auszug. Den vollständigen Artikel lesen Sie in der "Wilhelmshavener Zeitung" von Freitag, 13. September 2019. Erhältlich bei allen gängigen Verkaufsstellen und auch als epaper.