Friesland

12.09.2019


Anstiftung zum Mord: Zeuge sagt aus


Im Verfahren gegen einen Hooksieler nimmt die Richterin eine erste rechtliche Einschätzung vor.


DPA-Foto: Ebener

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Oldenburg/Hooksiel/fjh - Im Prozess vor dem Oldenburger Landgericht um versuchte Anstiftung zum Mord gegen einen 42 Jahre alten Geschäftsmann aus dem Wangerland hat die Kammer unter Vorsitz von Richterin Dr. Melanie Bitter am Mittwoch eine rechtliche Einschätzung des Falles vorgenommen.

Danach waren die Angaben, die der Angeklagte gegenüber einem Mitgefangenen gemacht haben soll, hinreichend konkret.

Der Angeklagte hatte seine Ehefrau bestialisch misshandelt und seine Angestellte sadistisch vergewaltigt. 2016 war er dafür rechtskräftig zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt worden. Im Gefängnis (Justizvollzugsanstalt Oldenburg) soll er dann einen Auftragskiller gesucht haben, der für ihn die beiden Opfer tötet. Er soll einen Mitgefangenen aus der Rockerszene auf die Tötung der Opfer angesprochen haben. Der Mitgefangene als Rocker habe ja wohl so seine Kontakte.

Was die Ermordung der beiden Frauen wohl kosten würde, soll er gefragt haben. Im Gespräch soll der Angeklagte dem Mitgefangenen gegenüber die Anschriften der beiden Frauen mitgeteilt und Angaben zur Tatausführung gemacht haben. „Der Mitgefangene hätte mit diesen Angaben einen Täter beauftragen können“, sagte Richterin Bitter. Die Angaben seien hinreichend konkret, um von einer versuchten Anstiftung zum Mord auszugehen, so die Richterin weiter.

 

 

Dies ist ein Auszug. Den vollständigen Artikel lesen Sie in der "Wilhelmshavener Zeitung" von Donnerstag, 12. September 2019. Erhältlich bei allen gängigen Verkaufsstellen und auch als epaper.