Friesland

20.08.2019


Heimliche Aufnahmen von Frauen: Weiterer Vorfall gemeldet


Eine dritte Frau, die ebenfalls Opfer eines Spanners geworden sein soll, meldete sich jetzt bei der Polizei.


WZ-Foto: Lübbe

WZ-Foto: Lübbe

Von Sebastian Urbanczyk

Schillig - Auf dem Campingplatz Schillig wurde eine dritte Frau ebenfalls Opfer eines Spanners. Wie die Polizei am Montag mitteilte, hat sich der Vorfall am 11. August ereignet. Das 57-jährige Opfer hat bei der Polizei am vergangenen Freitag den Vorfall  angezeigt.

Ob es sich dabei um ein- und denselben Täter handelt, ist noch unklar.Unklar bleibt derweil auch, warum die Polizei nach dem ersten Vorfall am 16. Juli die Öffentlichkeit nicht viel früher informiert hat. Wie die „Wilhelmshavener Zeitung“ nach dem Hinweis eines Lesers berichtete, hatte sich ein 15-jähriges Mädchen mit einer ziemlich genauen Täterbeschreibung bei der Polizei gemeldet. Demnach wurden von dem Mädchen Aufnahmen in der Dusche gemacht. Ende Juli ereignete sich dann ein weiterer Vorfall, zu dem es allerdings keine Täterbeschreibung gibt.„Grundsätzlich“, so Polizeisprecherin Andrea Papenroth, „besteht immer ein ureigenes Interesse der Polizei, die Öffentlichkeit zu informieren.“ Gerade bei Sexualverbrechen und bei der Verletzung des höchstpersönlichen Bereichs sei man aber extrem vorsichtig. So wolle man zum einen Personen nicht bereits im Vorfeld der Ermittlungen negativ einstufen, zum anderen müssten bestimmte Angaben verifiziert werden.  Fraglich bleibt aber dennoch, ob eine frühere Veröffentlichung die anschließenden Fälle nicht eventuell verhindert hätte. „Wir können nicht immer wissen, welche Argumente in dem Moment gegen eine Beteiligung der Öffentlichkeit gesprochen haben mögen“, so Papenroth weiter.Auch über den Zeitpunkt, wann die Wangerland Touristik GmbH (WTG) ihre Gäste über die Vorfälle informiert haben soll, scheint es verschiedene Angaben zu geben. So sagte WTG-Geschäftsführer Armin Kanning  der „Wilhelmshavener Zeitung“, man habe gleich nach Bekanntwerden der Vorfälle im Juli mit einer Plakatierung reagiert und die Gäste sowie die Mitarbeiter informiert. Nach Kenntnisstand des Lesers soll  dies allerdings erst Ende der vergangenen Woche passiert sein.