Wilhelmshaven

16.08.2019


Voslapp ohne Siedlerfest? Das geht nicht!


Jahrzehntelang gehörte das Voslapper Siedlerfest zu den Traditionen der Stadt. 2016 aber war Schluss, weil sich niemand der Aufgabe annehmen wollte - bis jetzt Thomke Schulz kam.


Zwei Jahre lang hat es kein Siedlerfest gegeben. An diesem Sonntag, 18. August, lässt Thomke Schulz die alte Tradition wieder aufleben. Und die Fortsetzung ist bereits geplant.    Foto:    Schulz/Gabriel-Jürgens

Zwei Jahre lang hat es kein Siedlerfest gegeben. An diesem Sonntag, 18. August, lässt Thomke Schulz die alte Tradition wieder aufleben. Und die Fortsetzung ist bereits geplant. Foto: Schulz/Gabriel-Jürgens

 

Von Lutz Rector
WZ: Frau Schulz, was hat Sie dazu bewogen, das Voslapper Siederfest in diesem Jahr wieder aufleben zu lassen.

Thomke Schulz: Zunächst einmal bin ich Voslapperin und habe praktisch mein ganzes Leben am Siedlerfest teilgenommen.

Deshalb war ich auch sehr traurig, als es damit vorbei war. Ich bin der Meinung, Voslapp ohne Siedlerfest - das geht gar nicht. Also habe ich beschlossen, die Sache in die Hand zu nehmen.

WZ: Wie haben die Voslapper auf ihre Initiative reagiert?

Schulz: Das Feedback war super. Alle haben gleich gesagt, sie wollen helfen. Einigen Neu-Voslappern musste ich natürlich erst einmal erklären, was es mit dem Siedlerfest so auf sich hat. Aber auch von dieser Seite gab es dann Unterstützung.

WZ: Nicht nur die Voslapper, sondern ganz Wilhelmshaven kennt natürlich das Siedlerfest. Es dürfte eine gewisse Erwartungshaltung geben?

Schulz: Sicher. Aber ich glaube, dass wir die erfüllen werden. Mir war von Beginn an wichtig, das Fest wieder stärker an die Ursprünge zurückzuführen. Zuletzt waren mir beispielsweise einfach viel zu viele Handtaschenverkäufer hier, die mit Voslapp oder den Siedlergemeinschaften einfach nichts zu tun haben. Jetzt haben wir wieder viele junge Voslapper dabei, die sich einbringen. Darum auch das Motto 'Hand in Hand - Gemeinschaft heißt gemeinsam'.

WZ: Warum beschränkt sich das Siedlerfest auf nur einen Tag - den kommenden Sonntag (18. August)?

Schulz: Eigentlich hätte ich auch lieber Samstag und Sonntag gehabt. Aber dann hatte ich doch zu großen Respekt, gleich zwei Tage zu machen, weil wir ja auch noch nicht einen Euro in der Kasse hatten. Zwar gab es im Vorfeld ganz viele, die mir ihre Unterstützung angekündigt haben, aber wenn es dann ans Geld geht, sieht es manchmal etwas anders aus. Zudem ist an diesem Samstag auch Einschulung. Gerade viele junge Familien, die sich mit engagieren wollen, haben deshalb nur am Sonntag Zeit.

WZ: Höhepunkt des Siedlerfestes war immer der große Umzug. Auch dieses Mal?
Schulz: Na klar. Als ich die Idee von der Wiederbelebung des Festes vorgestellt habe, gab es vor allem immer zwei Fragen: Gibt es den Umzug und gibt es den Flohmarkt? Den Flohmarkt haben wir von der Stadt leider nicht genehmigt bekommen. Aber der Umzug findet natürlich statt. Wir haben gut 30 Positionen besetzt - mehr als in den letzten Jahren des Siedlerfestes. Es gibt die großen Mottowagen und wir haben auch einen Musikzug für uns gewinnen können, was allerdings nicht ganz so einfach war. Auch August Desenz wird dabei sein, entweder zu Fuß oder auf dem Festwagen der Grundschule Voslapp. Abmarsch ist am Sonntag um 14.30 Uhr.
WZ: Wo geht's lang?
Schulze: Der Umzug stellt sich ab 14 Uhr im Korallenring auf. Dann geht es über Flutstraße, Ebbestraße, Sengwarder Straße, Tiarksstraße, Fedderwarder Straße bis zur Geniusbankstraße und dann wieder zurück über Tiarksstraße, Baugrodenstraße, Flutstraße, Kniprodestraße, Hunrichsstraße und Flutstraße zum Voslapper Marktplatz, wo sich der Tross dann wieder auflöst. Wir haben die Strecke im Vergleich zu früher ein wenig verkürzt.

Dies ist ein Auszug. Den vollständigen Artikel lesen Sie in der "Wilhelmshavener Zeitung" von Freitag, 16. August 2019. Erhältlich bei allen gängigen Verkaufsstellen und auch als epaper.