Friesland

12.07.2019


Sonnenkäfer verlassen ihr Haus


13 Jahre führte Anika Gräßner-Weber ihre Einrichtung im Herzen von Jever. Jetzt schließt die private Kindertagesstätte ihre Pforten.


Sowohl die Hasen als Spendensammler als auch  die Vertreter der Empfänger freuten sich, dass   eine so große Summe bei der Aktion zusammenkam.   WZ-Foto:    Gabriel-Jürgens

Sowohl die Hasen als Spendensammler als auch die Vertreter der Empfänger freuten sich, dass eine so große Summe bei der Aktion zusammenkam. WZ-Foto: Gabriel-Jürgens

 

Von Lisa Dean
Jever - „Miteinander - füreinander“, das war ein zentrales Ziel von Anika Gräßner-Weber mit ihrer Kindertagesstätte dem Sonnenkäferhaus in Jever. „Und das habe ich geschafft“, zieht die gelernte Erzieherin und Diplom-Sonderpädagogin jetzt das Fazit.

Man merkt wie stolz Gräßner-Weber auf die geleistete Arbeit ist. In der Kindertagesstätte gab es Schlafpartys, es wurde gemeinsam auf dem Wochenmarkt eingekauft, Marmelade gekocht und vieles mehr. Das soziale Engagement und die Vermittlung dieser Werte waren ihr und ihren Kolleginnen wichtig. Regelmäßig haben sie mit den Kindern das Seniorenheim Sophienstift oder das Friedel-Orth-Hospiz besucht, haben Lebensmittel für die Tafel gesammelt. Häufig mit dabei: die Gitarre für den Singkreis. Dabei sagt die 44-Jährige ganz klar: „Ohne das Teame geht es nicht.“

Und was für eine Rolle ihre Mitarbeiter im Sonnenkäferhaus spielten, war von Anfang an eindeutig: Vor 13 Jahren hat Gräßner-Weber es gegründet. Ihr Wunsch: Ein Konzept zu entwickeln, das auf die Bedürfnisse der Familien zugeschnitten ist. Dazu gehört, dass die Kinder dort abgeholt werden, wo sie stehen, also eine individuelle Förderung. Um das leisten zu können, war der Personalschlüssel hier höher als woanders. Vier bis fünf Kräfte kamen auf eine Gruppe. Brauchte ein Kind Ruhe, sollte die Erzieherin sich auch mit ihm zurückziehen können. Ein Prinzip, das bei den Eltern scheinbar gut ankam. Sorgen um fehlende Anmeldungen musste sich Gräßner-Weber jedenfalls nicht machen, eher standen Familien auf der Warteliste. Das lag auch an den flexiblen Betreuungszeiten. Die Kinder konnten nach Bedarf kommen, die Zeiten waren arbeitnehmerfreundlich von 7 bis 18.30 Uhr und selbst an Samstagen von 10 bis 15 Uhr.

 

 

Dies ist ein Auszug. Den vollständigen Artikel lesen Sie in der "Wilhelmshavener Zeitung" von Freitag, 12. Juli 2019. Erhältlich bei allen gängigen Verkaufsstellen und auch als epaper.