Wilhelmshaven

11.07.2019


"Ich würde mir so etwas nie zutrauen"


Vor dem Jugendschöffengericht Wilhelmshaven wurde ein 20-Jähriger zu 80 Sozialstunden verurteilt. Er hatte sich vor jungen Mädchen entblößt und masturbiert.


DPA-Foto: Ebener

DPA-Foto: Ebener

 

Wilhelmshaven/Jever/TIN - „Es ist schon schlimm, wenn man hört, wie tief man gesunken ist“, sagte gestern ein sichtlich beschämter und aufgewühlter 20-Jähriger, der auf der Anklagebank vor dem Jugendschöffengericht in Wilhelmshaven saß.

Er war wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern angeklagt.

Der junge Mann gestand, sich im Oktober 2017 vor dem Jobcenter in Jever in aller Öffentlichkeit vor einem damals neunjährigen Mädchen entblößt und masturbiert zu haben. Vier Monate später stand er halb nackt am geöffneten Fenster seiner Wohnung in Wilhelmshaven und masturbierte, als zwei 13-jährige Mädchen vorbeikamen. Da er wollte, dass sie ihn sahen, machte er auf sich aufmerksam. Die Mädchen hatten bei der Polizei ausgesagt, dass auch die sechsjährige Schwester einer der beiden dabei gewesen sei, aber nichts gesehen habe. Der Angeklagte will das Kind jedoch nicht wahrgenommen haben.

Das Gericht wendete aufgrund von Entwicklungsverzögerungen des Angeklagten das Jugendstrafrecht an und verurteilte den 20-Jährigen im ersten Fall wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern und im zweiten Fall wegen exhibitionistischer Handlungen (in diesem Fall war nicht nachzuweisen, dass er erkennen konnte, dass die Mädchen erst 13 Jahre alt waren) zu 80 Sozialstunden.

 

Dies ist ein Auszug. Den vollständigen Artikel lesen Sie in der "Wilhelmshavener Zeitung" von Donnerstag, 11. Juli 2019. Erhältlich bei allen gängigen Verkaufsstellen und auch als epaper.