Wilhelmshaven

22.06.2019


Elektrifizierung: Bahn muss bei Sengwarden für Abschirmung sorgen


Ein Tunnel mitten auf den flachen Land. Der könnte in zwei Jahren in Sengwarden im Zuge der Elektrifizierung der Bahnstrecke entstehen.


Richtung Fedderwarden wäre die Einhausung geöffnet - mit Trägermasten im Abstand von jeweils fünf Meter. Das Wichtigste: Die Einhausung muss perfekt geerdet sein.        Foto:    Deutsche Bahn

Richtung Fedderwarden wäre die Einhausung geöffnet - mit Trägermasten im Abstand von jeweils fünf Meter. Das Wichtigste: Die Einhausung muss perfekt geerdet sein. Foto: Deutsche Bahn

 

Von Lutz Rector

Sengwarden - Die Strecke ist mit  2,3 Kilometern eher kurz. Aber sie könnte ausreichen, um den Zeitplan bis zur Fertigstellung (Ende 2022) der Bahnelektrifizierung zumindest bis hin zur Industrie und den Häfen im Norden von Wilhelmshaven erheblich durcheinanderzubringen.

Der Streckenabschnitt führt durch den seit 1978 bestehenden Schutzbereich der Marinefunk-Empfangsstation Sengwarden. Und dort ist elektrischer Zugbetrieb nicht gestattet, da der Funkempfang der Marine durch die hochfrequenten Kurzwellenstörungen der Triebfahrzeuge beeinträchtigt werden kann. Dass dem so ist, wurde gerade wissenschaftlich bestätigt. Nun muss eine Lösung her.
Das Problem kommt von oben. Elektrische Triebwagen ziehen ihren Strom aus einer Oberleitung, die am öffentlichen 50-Hertz-Netz hängt. Ein sogenannter Frequenzumrichter wandelt ihn dann in Bahnstrom mit einer Frequenz von 16,7 Hertz um.
Obwohl die Bahnstrecke 900 Meter von der Marinefunk-Empfangsstation in der Kaserne Sengwarden entfernt verläuft, sind die Störungen so massiv, dass ein Empfang nicht mehr möglich wäre.  Bundeswehr und  DB haben deshalb das Fraunhofer Institut für Kommunikationstechnik, Informationstechnik und Ergonomie beauftragt,  mögliche Lösungen zu entwickeln. Zielvorgabe: Der Funkverkehr muss durch Abschirmen der Störungen durch den elektrischen Zugbetrieb uneingeschränkt sichergestellt sein.

 

Dies ist ein Auszug. Den vollständigen Artikel lesen Sie in der "Wilhelmshavener Zeitung" von Samstag, 22. Juni 2019. Erhältlich bei allen gängigen Verkaufsstellen und auch als epaper.