Friesland

19.06.2019


Zwei Mädchen vor Hooksiel abgetrieben


Zwei Kinder und drei Erwachsene sind gestern an der Küste mit dem Schrecken davon gekommen. Die Kinder waren mit einem Badetier abgetrieben worden.


Das Tochterboot „Johann Fidi“  des Seenotrettungskreuzers „Bernhard Gruben“. Foto:  Jonas Schütze

Das Tochterboot „Johann Fidi“ des Seenotrettungskreuzers „Bernhard Gruben“. Foto: Jonas Schütze

Von Maik Michalski

Hooksiel - Zwei Kinder und drei Erwachsene sind gestern Nachmittag vor der Küste von Hooksiel in eine sehr gefährliche Situation geraten. Ihre Rettung verdanken sie der Besatzung einer Segeljacht und den Seenotrettern der Station Hooksiel der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS).

Gegen 13.25 Uhr baten die Wasserretter der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) die Seenotretter der DGzRS um Unterstützung. Wie sich herausstellte, waren vor dem Hooksieler Strand zwei vier Jahre alte Mädchen mit einem Badetier abgetrieben. Ihre Väter und eine DLRG-Rettungsschwimmerin schwammen den beiden Mädchen hinterher. Der starke Tidenstrom drohte, ihre Rückkehr an den Strand aus eigener Kraft unmöglich zu machen.

Der Seenotrettungskreuzer „Bernhard Gruben“ der DGzRS-Station in Hooksiel ließ nach eigenen Angaben sofort sein Tochterboot „Johann Fidi“ zu Wasser. Noch während seiner nur wenige Minuten dauernden Anfahrt rettete die Besatzung einer im Revier fahrenden Segeljacht die beiden Mädchen etwa eine halbe Seemeile (rund 900 Meter) vor dem Strand am südwestlichen Ende des Muschelfeldes. Die Seenotretter nahmen die erschöpften Väter und die Rettungsschwimmerin an Bord.

Die Segler und die Seenotretter brachten die fünf Menschen in den Hooksieler Außenhafen. Dort kümmerte sich der Landrettungsdienst um sie.