Wilhelmshaven

12.06.2019


Ausstellung zur religiösen Vielfalt in Wilhelmshaven: Blick auf die Bauakten der Synagoge


Die Schau mit dem Titel "150 Jahre religiöse Vielfalt an der Jade" wird am ab dem 28. Juni im Küstenmuseum gezeigt. Die Planungsgruppe sammelt von Wilhelmshavenern Geschichten und rituelle Gegenstände


Die Planungsgruppe (v.li. Lars Padovan, Miguel-Pascal Schaar, Heide Grünefeld, Florian Wiese und Arne Schulz)  informierte im Vorfeld bereits über einige Exponate, die die Besucher ab dem 28. Juni im Küstenmuseum begutachten können.     Foto:    Altmann

Die Planungsgruppe (v.li. Lars Padovan, Miguel-Pascal Schaar, Heide Grünefeld, Florian Wiese und Arne Schulz) informierte im Vorfeld bereits über einige Exponate, die die Besucher ab dem 28. Juni im Küstenmuseum begutachten können. Foto: Altmann

 

Von Henning Karasch

Wilhelmshaven - Im Vorfeld des interreligiösen Ausstellungsprojektes „Wilhelmshaven glaubt - 150 Jahre religiöse Vielfalt an der Jade“ sammelte die Planungsgruppe um Miguel Pascal Schaar von der Arbeitsgemeinschaft Religionenhaus Geschichten von Wilhelmshavenern und wichtige rituelle Gegenstände.

Personen und Gegenstände wurden vor Ort von Arne Schulz fotografiert. Die Ausstellung im Obergeschoss des Küstenmuseums, Weserstraße 58, wird am Freitag, 28. Juni, um 16 Uhr im Beisein von Bürgermeister Uwe Reese, Kreispfarrer Christian Scheuer und Paul Yuval Adam, Kantor der jüdischen Gemeinde Bielefeld, eröffnet. Sie endet am 15. September.

Das Küstenmuseum sei als Ort einer Ausstellung zu religiöser Vielfalt besonders geeignet, so Schaar. In der sogenannten Jahnhalle seien - woran eine Tafel im Eingang erinnert - Männer jüdischen Glaubens am 9. November 1938 zusammengepfercht worden, bevor man sie ins Konzentrationslager Sachsenhausen deportierte.

Bilder und Kurzgeschichten der Aktion werden unter dem Hashtag „#Wilhelmshavenglaubt“ in den sozialen Medien zu finden sein. Erster Gast, der ein Exponat beisteuerte, war Losene Mohammad Bayour, der einen Gebetsteppich brachte. Über interreligiösen Dialog könnten sich wertgebunden Glaubende verständigen, ist Miguel Pascal Schaar überzeugt. Es gehe nicht um Vermischung, sondern um Begegnung der Religionen auf Augenhöhe und interreligiöses Verständnis statt Pauschalierungen und Kurzaussagen.

www.wilhelmshavenglaubt.de

 

 

Dies ist ein Auszug. Den vollständigen Artikel lesen Sie in der "Wilhelmshavener Zeitung" von Mittwoch, 12. Juni 2019. Erhältlich bei allen gängigen Verkaufsstellen und auch als epaper.