Wilhelmshaven

07.06.2019


ZDF-Reporterin war einen Monat vor Ort: "Eine spannende Zeit in Wilhelmshaven"


Selten war die Fernseh-Präsenz Wilhelmshavens intensiver als im Mai. Fast fünf Wochen war das ZDF in der Stadt - in Person von Elisabeth Schmidt. Jetzt zieht sie eine persönliche Bilanz.


Vom 23. April bis zum 26. Mai war die ZDF-Reporterin Elisabeth Schmidt in Wilhelmshaven, um hier direkt aus und über die Jadestadt zu berichten (hier am 6. Mai in „Kush?s Café“). Ihre Beiträge zogen sich in dieser Zeit durch das gesamte ZDF-Programm. Inzwischen ist die Journalistin wieder zurück im Landesstudio Hannover. WZ-Foto: Lübbe

Vom 23. April bis zum 26. Mai war die ZDF-Reporterin Elisabeth Schmidt in Wilhelmshaven, um hier direkt aus und über die Jadestadt zu berichten (hier am 6. Mai in "Kush?s Café"). Ihre Beiträge zogen sich in dieser Zeit durch das gesamte ZDF-Programm. Inzwischen ist die Journalistin wieder zurück im Landesstudio Hannover. WZ-Foto: Lübbe

 

Von Lutz Rector
WZ: Sie waren jetzt knapp fünf Wochen für das ZDF in Wilhelmshaven. Einfache Frage: Wie war's?

Elisabeth Schmidt: Ich bin zu einem wirklich spannenden Zeitpunkt nach Wilhelmshaven gekommen, weil die Stadt ja auch einiges durchmacht, einen spürbaren Wandel erlebt, was ich sehr spannend finde.

Ich war von vornherein sehr offen, was mögliche Themen angeht. Ich wurde auch sehr offen und herzlich aufgenommen - wenn auch mit einer gewissen Medienskepsis. Mir wurden immer bundesweite Magazin-Nachrichten zitiert, wo Wilhelmshaven aus Wilhelmshavener Sicht immer sehr schlecht weggekommen ist. Es ging immer um Hartz IV, um Arbeitslosigkeit und den nicht richtig funktionierenden Hafen. Da habe ich schon gemerkt, dass sehr genau hingeschaut wird, was wir hier machen. Aber wir haben konstruktiven Journalismus betrieben, haben also auch immer versucht, positive Beispiele zu finden, wie beispielsweise Menschen mit Arbeitslosigkeit umgehen. Ich war unter anderem bei der Jugendjobberatung, im Familienzentrum - und fand das alles sehr spannend.

WZ: Warum überhaupt fiel die Wahl des Senders auf Wilhelmshaven?

Schmidt: „ZDF in...“ ist ein Projekt, das sich durch alle Bundesländer ziehen soll. Wir wollen Städte besuchen, die sonst nicht so im Fokus stehen. Es sollen auch sogenannte strukturschwache Städte sein. Sie sollen keine Großstadt sein, aber schon eine gewisse Größe haben. Wir haben uns im Landesstudio Hannover ein paar Städte überlegt. Und ich persönlich habe mich dann besonders für Wilhelmshaven stark gemacht, weil ich es schon aus geografischen Gründen - Küste und Nordsee - sehr spannend fand. Dazu die interessante Stadtgeschichte - 150 Jahre ist ja nicht so alt. Und auch wirtschaftlich ist es hier sehr spannend, der Tourismus ist im Kommen.

WZ: Wie haben Sie Ihre Themen gefunden?

Schmidt: Natürlich habe ich in der Vorbereitung ein bisschen quer gelesen, was in den Agenturen so über Wilhelmshaven zu finden war. Vor Ort habe ich dann erstmal klassische Umfragen gemacht. Ich habe mich auf dem Wochenmarkt vor dem Rathaus umgehört, habe ganz offen gefragt, was für Themen die Bürger gerade beschäftigen. Ich bin durch Cafés getingelt, war im Supermarkt, in Restaurants und bin so mit den Leuten ins Gespräch gekommen. Natürlich habe ich auch über social media Aufrufe gestartet - das scheint in Wilhelmshaven sehr gut zu laufen. Da habe ich unheimlich viele Tipps bekommen.

WZ: Konnten Sie die Themen, über die Sie berichten wollten, am Ende auch umsetzen?

Schmidt: Ja, ich bin eigentlich überall da hingekommen, wo ich auch hin wollte: JadeWeserPort, Marine und so weiter. Ich habe überall die passenden Ansprechpartner für meine Themen gefunden und habe sogar noch zwei mit nach Hannover genommen - LNG-Terminal und Kinderarmut. Das sind nicht ganz so leichte Themen, die wir hoffentlich in den nächsten Wochen noch umsetzen können.

 

 

Dies ist ein Auszug. Den vollständigen Artikel lesen Sie in der "Wilhelmshavener Zeitung" von Freitag, 7. Juni 2019. Erhältlich bei allen gängigen Verkaufsstellen und auch als epaper.