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Wilhelmshaven

17.05.2019


Alleinerziehender die Arbeitsstunden gekürzt: Wenn Teilzeit zum Problem wird


Melanie P. muss ihr Gehalt aufstocken, doch es gibt Probleme mit den Anträgen. Jetzt braucht sie Hilfe vom Amt.


Am Ende des Monats wird das Geld knapp: Melanie P. verdient 1000 Euro netto im Monat, um aufzustocken, hat sie einen Antrag beim Jobcenter gestellt. Foto: Franz-Peter Tschauner/dpa.

Am Ende des Monats wird das Geld knapp: Melanie P. verdient 1000 Euro netto im Monat, um aufzustocken, hat sie einen Antrag beim Jobcenter gestellt. Foto: Franz-Peter Tschauner/dpa.

 

Von Meike Hinze

Wilhelmshaven - Für Melanie P. (Name geändert) lief es gerade richtig gut: Das Gehalt aus ihrer 30-Stunden-Stelle im öffentlichen Dienst reichte für sich und ihren Sohn. Nach langer Zeit als Jobcenter-Kundin stand sie endlich wieder auf eigenen Beinen.

Sie mietete eine kleines Reihenhaus und war froh, unabhängig zu sein. Doch dann der Schock: Ihre Stunden wurden auf 20 gekürzt. „Ich bin in der untersten Gehaltsstufe, zum Leben reicht das nicht mehr.“

1000 Euro netto bleiben ihr, hinzu kommen die 194 Euro Kindergeld für ihren Sohn. „Aber ich wollte nicht wieder zum Jobcenter, wollte es alleine versuchen.“ Im Januar und Februar kam sie gerade so über die Runden, musste aber feststellen, dass es nicht reicht. „Also habe ich den entsprechenden Aufstocker-Antrag im Internet heruntergeladen.“ So wie ihr geht es laut dem Leiter des Jobcenters, Thomas Hein, vielen Alleinerziehenden in Wilhelmshaven. Viele sind Kunden, können ihren Lebensunterhalt nicht allein bestreiten.

Das liegt manchmal am mangelnden Angebot, manchmal daran, dass Mütter ihre Kinder nicht für 40 Stunden in der Woche in eine Fremdbetreuung geben wollen - oder können. Denn die Betreuungszeiten in Kindergärten (mit sehr wenigen Ausnahmen höchstens bis 16 Uhr) und in den Ganztagsschulen (15.30 Uhr) lassen sich mit vielen Arbeitszeiten in Vollzeit nicht vereinbaren.

 

 

Dies ist ein Auszug. Den vollständigen Artikel lesen Sie in der "Wilhelmshavener Zeitung" von Freitag, 17. Mai 2019. Erhältlich bei allen gängigen Verkaufsstellen und auch als epaper.