Wilhelmshaven

24.03.2019


Rüstersiel: Der Stadtteil mit einst über 80 Geschäften


Aus einem Stadtteil mit einem florierenden Einzelhandel ist heute eine beliebte Wohngegend geworden. Junge Menschen fürs Gemeinschaftsleben zu begeistern, bleibt weiter schwierig.


Rüstersiel im Jahr 1969. Das Areal direkt rechts  an der Maade war noch nicht bebaut. Auch die Osttangente mit der Brücke über die Maade gab es zu diesem Zeitpunkt noch nicht , diese wurde erst Ende 1980 in Betrieb genommen.  Foto:    WZ-Bilddienst

Rüstersiel im Jahr 1969. Das Areal direkt rechts an der Maade war noch nicht bebaut. Auch die Osttangente mit der Brücke über die Maade gab es zu diesem Zeitpunkt noch nicht , diese wurde erst Ende 1980 in Betrieb genommen. Foto: WZ-Bilddienst

 

Von Sebastian Urbanczyk
Rüstersiel - Sie kennen sich von Kindesbeinen an. Haben zusammen die Schulbank in Rüstersiel gedrückt und sind bis heute die besten Freunde. Und das, obwohl der eine südlich der Maade groß geworden ist und somit Altrüstersieler war und der andere nördlich der Maade aufwuchs - ein Neurüstersieler.

Wolfgang Hause und Heiko Schwarting, beide 72 Jahre alt, sind in Rüstersiel groß geworden und haben die Veränderungen ihres Stadtteils miterlebt.

„Nach dem Krieg in den 1950er und 1960er Jahren war das Leben viel bunter“, erinnert sich Heiko Schwarting. Früher habe es in Rüstersiel so gut wie alles gegeben. Der erste Verbrauchermarkt in der Butjadinger Straße (Ohnesorg), die Vulkanisierungsbetriebe Hoffmann, wo heute die Debeka beheimatet ist, oder der Schlachter Buhlmann, wo heute der Nabu ansässig ist. „Wir hatten alleine drei Schlachter in Rüstersiel.“ Zwei Bauunternehmen, ein Fotoladen, ein Kohlehändler, Schuster Halbig gegenüber dem heutigen Griechen „Hellena“ sowie das Kino am Siel-theater und ein späteres Tanzlokal gegenüber von Bäcker Siemens, wo heute ein Sicherheitsunternehmen ein neues Zuhause gefunden hat. Zahlreiche Verbrauchermärkte, ein Kfz-Unternehmen, die Gärtnerei de Vries, das Busunternehmen Willms - sie alle hatten sich in dem „Dorf in der Stadt“ niedergelassen. Selbst der Spielzeugladen Dannemann hatte hier kurzfristig nach dem Krieg ein Geschäft. „Man konnte sich hier verpflegen und einkleiden, ohne in die Stadt fahren zu müssen“, weiß Wolfgang Hause.

 

 

Dies ist ein Auszug. Den vollständigen Artikel lesen Sie in der "Wilhelmshavener Zeitung" von Samstag, 23. März 2019. Erhältlich bei allen gängigen Verkaufsstellen und auch als epaper.