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Wilhelmshaven

23.03.2019


Im Arsenal schrillen die Alarmglocken


Das "Gorch-Fock"-Desaster befeuert die Debatte über die Organisationsform. Wilhelmshaven könnte Hunderte Dienstposten verlieren.


DPA-Foto: Assanimoghaddam

DPA-Foto: Assanimoghaddam

 

Von Gerd Abeldt

Wilhelmshaven - Nach der Entscheidung von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen, die Reparatur der „Gorch Fock“ fortzusetzen, stehen die Chancen nicht schlecht, dass das Marineschulschiff irgendwann wieder in See sticht.

Auf der Strecke bleiben könnte das Marinearsenal Wilhelmshaven.

Das Verteidigungsministerium in Berlin hatte bereits Mitte März als Konsequenz aus der Kostenexplosion bei der Schiffssanierung „Veränderungen in der Zuständigkeitskette vom Marinearsenal bis ins Rüstungsamt in Koblenz“ angekündigt. Eine Arbeitsgruppe berät seither über die Neufassung der Vorschrift „Instandhaltung von Marineprodukten“. Schon für April werden Ergebnisse erwartet. Nicht nur das Beratungstempo lässt im Marinearsenal (MArs) die Alarmglocken schrillen. Die Ministerin hat Zielvorgaben gemacht, die den Verdacht keimen lassen, dass das Arsenal zerschlagen werden soll und Wilhelmshaven Hunderte Dienstposten verlieren könnte.

Zu den Vorgaben gehört, dass die Gesamtverantwortung für die Projektleitung von Marine-Instandhaltungen künftig der Abteilung See des Bundesamtes für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr in Koblenz zugeschlagen wird. An den entsprechenden Managementaufgaben hängen im Arsenal rund 300 Dienstposten, überwiegend besetzt mit Beamten. Ob die dann noch verbleibenden 700 zumeist gewerblichen Arbeitnehmer im für die Instandsetzung von Waffensystemen zuständigen Arsenalbetrieb noch eine eigenständige Dienststelle rechtfertigen, gilt in Belegschaftskreisen als fraglich. Möglicherweise soll der Betrieb der für die Logistik zuständigen Streitkräftebasis oder der Marine zugeschlagen, im schlimmsten Fall vielleicht sogar privatisiert werden.

 

 

Dies ist ein Auszug. Den vollständigen Artikel lesen Sie in der "Wilhelmshavener Zeitung" von Samstag, 23. März 2019. Erhältlich bei allen gängigen Verkaufsstellen und auch als epaper.