Wilhelmshaven

18.03.2019


Nach 14 Tagen Auszeit kribbelt's in den Fingern


Dieter Klein übernahm vor 52 Jahren die Kneipe "Zur Deichbrücke" von seiner Mutter. Aus dem einst begeistertem Seemann wurde ein ebensolcher Wirt.


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Mister Deichbrücke: Seit über 50 Jahren betreibt Dieter Klein seine Kneipe.      WZ-Foto:    Gabriel-Jürgens

Mister Deichbrücke: Seit über 50 Jahren betreibt Dieter Klein seine Kneipe. WZ-Foto: Gabriel-Jürgens

 

Von Lutz Rector

Wilhelmshaven - In vier Jahren feiert die Kneipe „Zur Deichbrücke“ ihren 100. Geburtstag. Sie dürfte eine der ältesten der Stadt sein. Was sie aber noch ein bisschen besonderer macht, ist die Tatsache, dass dort seit sage und schreibe schon 52 Jahren der gleiche Wirt hinter dem Tresen steht: Dieter Klein.

Und das nicht etwa als Pächter, sondern als Besitzer. Einmalig in Wilhelmshaven.

Anfang der 1960er Jahre übernahm Dieters Mutter die maritime Kneipe. Vergleichsweise schnell, gerade im Vergleich zur „Dienstzeit“ des heutigen Wirtes, hatte sie die Nase voll. „Sie hat mich damals gefragt, ob ich nicht übernehmen will“, erinnert sich Dieter Klein. Eine schwere Entscheidung. Lust habe er schon gehabt, doch zu dieser Zeit fuhr er zur See - und das mit großer Begeisterung. Den Job als frischgebackener 3. Schiffsoffizier an den Nagel zu hängen und stattdessen dauerhaft in Wilhelmshaven vor Anker zu gehen, noch dazu als selbstständiger Kneipier, das wollte wohl überlegt sein. Dieter sagte seiner Mutter zu, hielt sich aber noch ein Hintertürchen offen, indem er ein paar Wochen länger Dienst an Bord schob als er es hätte tun müssen. Doch am 21. Juli 1967 war endgültig Schluss und aus Offizier Klein wurde Wirt Dieter.

Der Beruf erwuchs schnell zur echten Berufung. Deshalb ist Klein auch 2019, satte 52 Jahre später, noch immer gute 70 Stunden die Woche für seine Gäste da. „Früher waren es mal 100, aber man wird ja nicht jünger“, sagt er lachend. Doch es macht ihm nichts aus, viel zu arbeiten. „Als 14-Jähriger hatte ich schon eine 56-Stunden-Woche und trotzdem im Monat fast immer 150 Überstunden gemacht. Ich bin das gewohnt.“

 

 

Dies ist ein Auszug. Den vollständigen Artikel lesen Sie in der "Wilhelmshavener Zeitung" von Montag, 18. März 2019. Erhältlich bei allen gängigen Verkaufsstellen und auch als epaper.