Wilhelmshaven

15.03.2019


Als Unternehmerin die Stadt führen


In der Vorstellungsreihe der Christus- und Garnisonskirche präsentierte sich Jacqueline Bakir Brader den neugierigen Zuhörern.


Jacqueline Bakir Brader in der Christus- und Garnisonkirche: „Kommunalpolitik kann man lernen“. Foto: Semtner/p

 

Von Ursula Grosse Bockhorn
Wilhelmshaven - Sie sei „glaubensneutral“, sagt Jacqueline Bakir Brader, als Moderator Rüdiger Schaarschmidt sie nach ihrem Verhältnis zum Glauben befragt. Aber Glaube sei wichtig. Jeder soll glauben, was er für richtig hält.

So hat sie sich als Text für die Andacht zu Beginn der fünften Kandidatenvorstellung in der Christus- und Garnisonkirche den 23. Psalm ausgesucht, allerdings in einer auf das Meer umgeschriebenen Version.

„Ich will mehr. Wilhelmshaven will Meer“ ist der Slogan, mit dem Jacqueline Bakir Brader ins Rennen um das Amt des Oberbürgermeisters gegangen ist. Sie sei bekennende Wilhelmshavenerin, betont die 47-Jährige, die Geschäftsführerin von fünf GmbHs ist. Zwar liege der Firmensitz in Hamburg, doch die Geschäftsführung sitze in Wilhelmshaven. Und nur aus familiären Gründen wohne sie in Jever.

Sie ist in der Türkei geboren, aber als Kind eines der ersten türkischen Gastarbeiter mit sechs Monaten nach Deutschland gekommen. Als knapp 17-Jährige floh sie vor dem, wie sie sagt, gewalttätigen Vater aus Delmenhorst nach Wilhelmshaven. Das Frauenhaus bot ihr Schutz. Sie liebe Pressefreiheit, Frauenrechte und Demokratie. Fragen nach ihrer Haltung zum türkischen Staatschef Erdogan hält sie deshalb auch für überflüssig. Seit 2002 ist sie nach eigenen Angaben ausschließlich deutsche Staatsbürgerin, seit ihrer Einbürgerung trägt sie auch amtlich den Vornamen Jacqueline. Den hatten ihre Freundinnen ihr schon in Jugendtagen gegeben, nach Jacqueline Kennedy Onassis.

 

 

Dies ist ein Auszug. Den vollständigen Artikel lesen Sie in der "Wilhelmshavener Zeitung" von Freitag, 15. März 2019. Erhältlich bei allen gängigen Verkaufsstellen und auch als epaper.