Wilhelmshaven

16.02.2019


Politik gegen "Famila"-Markt in der Südstadt


Ratsmehrheit lehnt Versorgungszentrum auf dem Schlachthofgelände ab. Welche Konsequenzen das hat, ist unklar.


WZ-Foto: Gabriel-Jürgens

WZ-Foto: Gabriel-Jürgens

 

Von Gerd Abeldt
Eine große Mehrheit im Rat der Stadt Wilhelmshaven hält trotz des angekündigten Baubeginns für ein Nahversorgungszentrum in der Südstadt am Supermarkt in der Markstraße-West fest. Die Sprecher der Gruppen CDU/WBV und GUS sowie der SPD-Fraktion warfen gestern der Stadtverwaltung mit Oberbürgermeister Andreas Wagner (CDU) an der Spitze vor, den Willen des Rates bewusst zu missachten.

Die von Investor Bernd Frerichs angekündigte Ansiedlung eines „Famila“- und eines „Aldi“-Marktes an der Luisenstraße/Ecke Admiral-Klatt-Straße (die WZ berichtete) werde dazu führen, dass die Einkaufsmeile Marktstraße ausblutet. „Das wollen und das können wir nicht hinnehmen“, so Stephan Hellwig (CDU), Stefan Becker (WBV), Howard Jacques (SPD) und Michael von den Berg (GUS), die zusammen 29 der 39 Stimmen im Rat vertreten.

Das Argument, dass auf Teilen des alten Schlachthofgeländes bereits Baurecht besteht, lassen die Politiker nicht gelten. Als der Investor das Areal 2014 von den Stadtwerken gekauft habe, habe er gewusst, dass er seine Einzelhandelspläne dort möglicherweise nicht umsetzen kann.