Friesland

08.02.2019


Mit ungesicherter Ladung und ohne Führerschein zur Deponie


Die Verfügungseinheit der Polizei kontrollierte Autos in der Nähe der Deponien in Wiefels und Wilhelmshaven. Sie stießen dabei auf überraschende Ausreden.


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WZ-Foto: Lübbe

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Friesland/Wilhelmshaven/sg - Überfüllte Anhänger, Fahren ohne Führerschein, ungesicherte Ladungen - Polizeibeamte der Verfügungseinheit der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland kontrollierten in den vergangenen Tagen in der Nähe der Deponien Wilhelmshaven und Wiefels.

Dabei mussten sie mehrfach einschreiten.

Am Dienstag hielten die Beamten einen Kleinwagen an der Deponie Wilhelmshaven an. Der Sperrmüll im Fond war ungesichert, bei einer Bremsung wäre er für Fahrer und Beifahrerin zu gefährlichen Geschossen geworden. Zudem stellte sich heraus, dass der 42-jährigen Fahrer unter Einfluss von Betäubungsmitteln stand und seinen Führerschein bereits vor zehn Jahren wegen des Drogenkonsums abgegeben hatte. Verantworten muss sich laut Polize auch seine Frau „Sie ist Halterin des Kleinwagens und saß auf dem Beifahrersitz“, sagt Andreas Kreye, Leiter der Verfügungseinheit.

Am vergangenen Mittwoch kontrollierten die Beamten in Wiefels unter anderem die Geschwindigkeit der Fahrzeuge auf dem Weg zur Deponie als ein 41-Jähriger aus Wittmund mit seinem Anhänger voller Müller zu schnell angefahren kam. Seinen Führerschein habe er vergessen.Die beharrlichen Überprüfungen der Beamten ergaben, dass der Wittmunder ebenfalls der Führerschein entzogen wurde - und das bereits vor zwölf Jahren. Und wieder muss sich zudem die Beifahrerin verantworten, weil sie das Fahren ohne Fahrerlaubnis zugelassen hatte.

Kurze Zeit später stoppten die Beamten noch einen Kleintransporter, dessen Fahrer zu schnell unterwegs war und zudem noch mit dem mit Fliesenbruch vollgeladenen Anhänger die erlaubte Anhängelast um 85 Prozent überschritten hatte.

„Den Fahrzeugführer erwartet ein Bußgeld von 380 Euro, für das sofort eine Sicherheitsleistung hinterlegt werden musste, da der Fahrer keinen Wohnsitz in Deutschland hatte.“

Während der Kontrolle stand der Transporter auf der Straße, so dass ein Lastwagen nicht vorbeifahren konnte. Der Beifahrer hatte entschieden, sich selbst an das Steuer zu setzen, so dass er das Gespann zur Seite fuhr und auf diesen Weise den Weg wieder freimachte. Auf die Frage der kontrollierenden Beamten nach seinem Führerschein, konnte er nur mit den Achseln zucken. Der kurzfristig eingesprungene Fahrer hatte seinen Führerschein Mitte letzten Jahres abgeben müssen.

Und noch ein ähnlicher Fall: Bereits Anfang der Woche hatten die Polizeibeamten bei einer Kontrolle in Hohenkirchen einen 39-Jährigen mit seinem Auto angehalten, da er zwei Kinder im Fond beförderte, die nicht angeschnallt waren. Auch hier stellte sich heraus, dass der Wangerländer nicht über eine Fahrerlaubnis verfügte. Den Beamten erklärte er, dass er gerade dabei wäre, seinen Führerschein zu machen. Er wollte seine Kinder von der Schule abholen.

„Wer wissentlich ohne Fahrerlaubnis fährt und dazu noch Kinder befördert, muss sich die Frage nach der charakterlichen Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen gefallen lassen“, so Kreye, der zudem betont, wie wichtig solche Verkehrskontrollen sind. Das zeige alleine das erschreckende Ergebnis.