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Wilhelmshaven

17.01.2019


Bürgerverein Altengroden vor dem Aus


Bis zur Jahreshauptversammlung im März muss ein neuer Vorsitzender gefunden werden. Auch für den Bereich der Hausgärten ist Hilfe nötig.


Peter Retzlaff (li.) und Hans-J. Zschiesche suchen Verstärkung für den Bürgerverein Altengroden.     WZ-Foto:    Lübbe

Peter Retzlaff (li.) und Hans-J. Zschiesche suchen Verstärkung für den Bürgerverein Altengroden. WZ-Foto: Lübbe

 

Von Meike Hinze

Altengroden - 400 Mitglieder zählt der Bürgerverein Altengroden, doch die Helfer im Vorstand, bei Festen oder Arbeitsdiensten lassen sich an einer Hand abzählen. „So kann es nicht weitergehen“, sagt Peter Retzlaff.

Er ist erster und zweiter Vorsitzender in Personalunion. Noch. Bei der Jahreshauptversammlung im März wird er beide Posten abgeben, aus gesundheitlichen Gründen. „Wenn sich kein Nachfolger findet, müssen wir den Verein abwickeln“, fürchtet er. Es wäre ein Jammer.

Peter Retzlaff wurde 1939 geboren, wuchs am Klei in Altengroden auf. Zu dieser Zeit wurde die Siedlung im Norden des Stadtteils gerade gebaut - für Soldaten, Beamte und Angestellte. Als der Bürgerverein 1949 gegründet wurde, traten die meisten Anwohner ein, bildeten eine Gemeinschaft, das gehörte dazu. Doch die Zeiten haben sich geändert.

„Als der Bund die Häuser verkauft hat, begann die Fluktuation“, sagt Hans-J. Zschiesche, der in Personalunion als Schriftführer, Pressewart und für die Mitgliederverwaltung tätig ist. Als junger Mann zog er mit seiner Frau nach Altengroden, sein Sohn wuchs dort auf, das Ehepaar fühlt sich noch heute sehr wohl in der Nachbarschaft. Die beiden sahen viele Mieter kommen und gehen, mittlerweile leben auch viele Studenten und Flüchtlinge in dem Stadtteil. Die bleiben oft nicht lange genug, um sich an einen Verein zu binden. Trotzdem hat Zschiesche Hoffnung: „Nachdem Polarlicht 1 die Häuser gekauft hat, wird kräftig investiert.“ Er hofft, dass wieder mehr Familien ins Viertel ziehen, sich auch engagieren wollen.

 

 

Dies ist ein Auszug. Den vollständigen Artikel lesen Sie in der "Wilhelmshavener Zeitung" von Donnerstag, 17. Januar 2019. Erhältlich bei allen gängigen Verkaufsstellen und auch als epaper.