Friesland

13.01.2019


Blindenführhund "Cuba" darf nicht Platz nehmen


Die Suche nach einem neuen Hausarzt in Sande war für Dieter Meyer bislang vergebens. Er ist auf einen Blindenführhund angewiesen, doch der sei in den Praxen nicht gestattet.


Haben Schwierigkeiten, in Sande eine Arztpraxis zu finden: Dieter Meyer (rechts) mit seinem Blindenführhund „Cuba“ und Ehemann  Jens Hahndorf-Meyer.  WZ-Foto:    Giesers

Haben Schwierigkeiten, in Sande eine Arztpraxis zu finden: Dieter Meyer (rechts) mit seinem Blindenführhund "Cuba" und Ehemann Jens Hahndorf-Meyer. WZ-Foto: Giesers

 

Von Stephan Giesers

Sande - „Hunde müssen draußen bleiben“ - diese Schilder an Geschäften und öffentlichen Gebäuden kennen Hundehalter nur zu gut. Für „Cuba“ aber gelten diese Schilder nicht. Eigentlich.

Der dreieinhalb Jahre alte Flat Coated Retriever ist ein Blindenführhund und leitet Dieter Meyer sicher den Weg. Der 58-Jährige ist hochgradig sehbehindert und deshalb auf Unterstützung des speziell ausgebildeten Hundes als Hilfsmittel angewiesen. Doch auf der Suche nach einem Hausarzt in Sande sei er jetzt mehrfach sehr bestimmt nach draußen gebeten worden. Platz nehmen im Wartezimmer? Keine Chance. So zumindest schildert der 58-Jährige seine Erfahrungen. „Der Hund darf hier nicht rein“, habe es immer wieder geheißen, erzählt Meyer, der mit seinem Ehemann Jens Hahndorf-Meyer im Oktober vergangenen Jahres von Wilhelmshaven nach Sande gezogen ist. Um bei Bedarf möglichst eigenständig zum Arzt zu kommen, musste eine neue Hausarztpraxis vor Ort gefunden werden.

Dass er nun in den Praxen ausgerechnet wegen seines Hundes auf so starke Gegenwehr gestoßen ist, kann Meyer nicht verstehen - gab es doch bei seiner bisherigen Hausärztin in Wilhelmshaven überhaupt keine Probleme. „Blindenführhunde werden ärztlich verordnet und von der Krankenkasse finanziert“, erklärt er und verweist auf geltende Gesetze: In Arbeitsgeschirr dürften die Hunde demnach Betroffene sowohl in Lebensmittelläden sowie zu Ärzten und in Krankenhäuser begleiten. Auch „Cuba“ ist am Geschirr und einer Weste mit Aufschrift als Blindführhund zu erkennen.

 

 

 

Dies ist ein Auszug. Den vollständigen Artikel lesen Sie in der "Wilhelmshavener Zeitung" von Samstag, 12. Januar 2019. Erhältlich bei allen gängigen Verkaufsstellen und auch als epaper.