Wilhelmshaven

14.12.2018


Werkstatt für liebevolles Gedöns


Notwendig sind die Dinge, die Nicol Mahnken verkauft, eigentlich nicht. Aber sie sind so hübsch, dass die Kunden trotzdem nicht widerstehen können.


Nicol Mahnken mit ihrem Verkaufsschlager: Einem Kissen, das zur Geburt eines Kindes individuell genäht und bestickt wird.     WZ-Foto:    Gabriel-Jürgens

Nicol Mahnken mit ihrem Verkaufsschlager: Einem Kissen, das zur Geburt eines Kindes individuell genäht und bestickt wird. WZ-Foto: Gabriel-Jürgens

 

Von Meike Hinze

Rüstersiel - Die kleine Wand im Wohnzimmer hat Nicol Mahnken vor kurzem einreißen lassen. Entstanden ist eine große Nische, die zum Atelier geworden ist. „Jetzt kann ich beim Nähen bei meiner Familie sein“, sagt die 47-Jährige.

Während die Kinder abends auf dem Sofa fernsehen, geht sie ihrem liebsten Hobby nach: dem Handarbeiten. Vom Sticken übers Nähen bis zu Papierarbeiten ist die Bandbreite enorm. „Liebevolles Gedöns“ hat sie ihr kleines Unternehmen genannt, den Namen vor zwei Jahren auch als Marke schützen lassen. Er passt. Notwendig sind die Dinge nämlich nicht - aber so hübsch, dass man sie trotzdem haben möchte.

Das fängt an bei einem Kissen, ihrem Verkaufsschlager. „Ein klassisches Geschenk zur Geburt“, sagt Nicol Mahnken. Aufgestickt sind der Name des Kindes, das Geburtsdatum, Gewicht und Größe. Aber auch das Datum der Taufe und Applikationen sind möglich. Richtig gut laufen auch die Bügelbilder. Ob als Plott oder gestickte Aufnäher: Auch andere Näherinnen kaufen bei ihr ein. „Viele bügeln die Bilder aber auch einfach auf gekaufte Shirts.“

Vor sechs Jahren hat sich Nicol Mahnken selbstständig gemacht. Seitdem verkauft sie zum einen über einen Online-Shop, hat aber auch immer wieder Stände beispielsweise auf Schloss Gödens oder bei Festen in Varel. Trotzdem ist das Nähen nur ein Nebenjob: Die 47-Jährige ist hauptberuflich biologisch-technische Assistentin im Senkenberg-Institut. Dort belabelt sie Proben, die Forscher von ihren Exkursionen mitbringen, trägt in die Datenbank ein, mit was für einem Tier sie es zu tun hat, in welchem Gefäß und in welcher Flüssigkeit es ist. „Der Job ist wahnsinnig spannend aber Platz für Kreativität ist in der Wissenschaft nicht.“

Mehr Informationen unter www.atelier-am-wallgraben.de

 

 

Dies ist ein Auszug. Den vollständigen Artikel lesen Sie in der "Wilhelmshavener Zeitung" von Freitag, 14. Dezember 2018. Erhältlich bei allen gängigen Verkaufsstellen und auch als epaper.