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Wilhelmshaven

13.12.2018


Gesetz bringt neue Hürden auf den Weg zur Therapie


Psychologen und Psychotherapeuten laufen Sturm gegen das neue Versorgungsgesetz. Es vergrößere die Not der psychisch kranken Menschen.


DPA-Foto: Wolf

DPA-Foto: Wolf

 

Wilhelmshaven/Berlin/si - Diplom-Psychologin Melanie Kahl versteht die Welt nicht mehr, jedenfalls diejenige der Politik: Trotz großer Rücklagen der Krankenkassen soll weiterhin nur der Mangel verwaltet werden, wenn es um die Behandlung von Menschen geht, die psychotherapeutischer Behandlung bedürfen.

Dabei wünschten sich die meisten Bürger eine bessere regionale Patientenversorgung.

„Für meine Berufssparte würde das heißen: mehr Behandlungsplätze für Psychotherapiepatienten“, postuliert Kahl. Sie schildert die Situation wie folgt: Seit langem müssten sich Behandlungsbedürftige in Geduld üben. „Die Wartezeiten liegen durchschnittlich bei sechs Monaten. Zu lange für viele Patienten, die sich eh schon hilf- und hoffnungslos fühlen und manchmal auch schon mit Suizidgedanken herumquälen.“

Um Abhilfe zu schaffen, wurden im vergangenen Jahr Reformen in der Psychotherapie vorgenommen, die u.a. zum Bürokratieabbau und zu einer verbesserten Patientenversorgung führen sollten.

Ohne die bisherigen eingesetzten Maßnahmen wissenschaftlich zu überprüfen, plant Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) seinen neusten Coup: Der Gesetzesentwurf zum Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) soll im April 2019 verabschiedet werden und steht in seinem Wortlaut bereits fest.

 

 

Dies ist ein Auszug. Den vollständigen Artikel lesen Sie in der "Wilhelmshavener Zeitung" von Donnerstag, 13. Dezember 2018. Erhältlich bei allen gängigen Verkaufsstellen und auch als epaper.