Wilhelmshaven

13.10.2018


Nicht nur Motorradfahrer drehen jetzt am Rad


Es hagelt Kritik, seit die CDU ihre Ideen für eine Verkehrsberuhigung am Südstrand vorgestellt hat. Für OB-Kandidatin Carmen Giss kommt nicht infrage, Straßen für Motorräder zu sperren.


Nicht allzu viele  Wege führen an Wilhelmshavens Flaniermeile. Ideen für eine Verkehrsberuhigung am Südstrand und Fliegerdeich  sorgen aktuell für Unruhe. Ein Vorschlag: Die KW-Brücke wird für Autos und Motorradfahrer gesperrt.     WZ-Foto:     Lübbe

Nicht allzu viele Wege führen an Wilhelmshavens Flaniermeile. Ideen für eine Verkehrsberuhigung am Südstrand und Fliegerdeich sorgen aktuell für Unruhe. Ein Vorschlag: Die KW-Brücke wird für Autos und Motorradfahrer gesperrt. WZ-Foto: Lübbe

 

Von Stephan Giesers

Wilhelmshaven - Die Kaiser-Wilhelm-Brücke für den Verkehr sperren und Motorradfahrer von der Jadeallee Richtung Südstrand verbannen? Ideen der CDU Wilhelmshaven für eine Verkehrsberuhigung am Südstrand und Fliegerdeich haben für ordentlich Wirbel gesorgt - „zu Recht“, sagt selbst Oberbürgermeister-Kandidatin Carmen Giss: „Plakative Aussagen und Schnellschüsse lehne ich in diesem Zusammenhang ab.

Die von der CDU unterstützte Kandidatin wurde von den Vorschlägen offenbar selbst völlig überrascht. Sie hatte am Mittwoch an der Pressekonferenz teilgenommen, auf der die Ideen als Diskussionsgrundlage vorgestellt wurden. Dort betonte sie, dass eine Gesamtschau und ein Interessenausgleich wichtig seien. Für die Entwicklung eines Verkehrskonzeptes müssten alle Beteiligen an einen Tisch geholt werden.

Inzwischen findet Giss deutlichere Worte - vor allem eine Sperrung für Motorradfahrer komme für sie nicht infrage. „Eine Verkehrsberuhigung unter Ausschluss bestimmter Fahrzeuge wäre für mich das letzte Mittel.“ Nachvollziehbare Beschwerden über Lärm, Schmutz und rücksichtsloses Verhalten am Fliegerdeich müssten indessen konsequent angegangen werden. „Ich stehe in Kontakt mit den Bewohnern am Südstrand und Hoteliers“, sagt Giss. Ziel müsse sein, eine sinnvolle gemeinsame Lösung zu finden - ohne rigide Verbote.

Vor allem der Vorschlag, Zufahrten für Motorradfahrer zeitweise zu sperren, hatte eine Welle der Kritik in den sozialen Netzwerken ausgelöst. Unter anderem Südstrand-Hotelier Olaf Stamsen reagierte entsetzt: Eine bestimmte Zielgruppe auszugrenzen, um so alte Planungsfehler zu beheben, sei alles andere als ein positives Signal für einen neuen Aufbruch im Tourismus. „Es muss sicherlich über neue Verkehrsleitungen nachgedacht werden, aber diese Forderung ist ein katastrophaler Schnellschuss.“

 

 

Dies ist ein Auszug. Den vollständigen Artikel lesen Sie in der „Wilhelmshavener Zeitung“ von Samstag, 13. Oktober. Erhältlich bei allen gängigen Verkaufsstellen und auch als epaper.

 

 





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