Wilhelmshaven

13.10.2018


Polizei spricht von Brandstiftung


Das Feuer im Mehrfamilienhaus an der Peterstraße wurde wohl vorsätzlich gelegt. Jetzt ermittelt die Polizei.


Das Feuer war zuerst im Dachgeschoss zu sehen.    WZ-Foto:    Gabriel-Jürgens

Das Feuer war zuerst im Dachgeschoss zu sehen. WZ-Foto: Gabriel-Jürgens

 

Von Maik Michalski

Wilhelmshaven - Das Feuer in einem Mehrfamilienhaus an der Peterstraße vor etwas mehr als einer Woche ist vorsätzlich gelegt worden. In den vergangenen Tagen haben die Brandermittler der Polizei einen Gutachter hinzugezogen.

Wie und wo es im Haus zur Brandstiftung kam, teilte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen auf Nachfrage der WZ nicht mit. Sicher scheint, dass das Feuer nicht in einer Wohnung im Dachgeschoss ausgebrochen ist. Da die Flammen aber von außen gesehen zuerst durch Fenster im Dachgeschoss schlugen, waren Beobachter zunächst davon ausgegangen, der Brandherd wäre im Dachgeschoss gewesen.

Das Mehrfamilienhaus an der Peterstraße ist durch den Brand unbewohnbar. Die Schadenshöhe kann noch nicht genau beziffert werden, dürfte aber „im sechsstelligen Bereich liegen“.

Als das Feuer ausbrach, hielten sich 19 Personen im Gebäude auf. Wegen des stark verrauchten Treppenhauses konnten sich die Betroffenen nicht selbst aus dem Haus retten und mussten von den Einsatzkräften über Drehleitern evakuiert werden. Sechs Bewohner sowie ein Angehöriger der Feuerwehr waren mit einer Rauchgasvergiftung und Brandverletzungen ins Klinikum und umliegende Krankenhäuser gebracht worden. Es bestand aber zu keinem Zeitpunkt Lebensgefahr. Vor Ort mussten darüber hinaus weitere Personen von Notarzt und Rettungsdienst versorgt und betreut werden.

Die Bewohner, die nicht bei Freunden oder Verwandten unterkamen, waren in eine Notunterkunft untergebracht worden. Innerhalb dieser Woche waren Mitarbeiter der Stadt fieberhaft damit beschäftigt, neue Wohnungen für die Betroffenen zu finden.

Die Polizei sucht nach Zeugen, die ergänzende Angaben zum Brand mitteilen können. Zeugen werden gebeten, sich unter Tel. 94 20 zu melden.