Wilhelmshaven

09.10.2018


Bei der Elternzeit für Väter hakt es immer noch


Warum es Probleme geben kann, wenn sich Väter für ein bis zwei Monate im Betrieb abmelden.


Martin Heins hat im Moment viel Zeit für seine kleine Tochter Neele, Sohn Lukas (nicht im Bild) und Frau Vanessa. Er ist in Elternzeit und empfielt das jedem Vater.     WZ-Foto:    Gabriel-Jürgens

Martin Heins hat im Moment viel Zeit für seine kleine Tochter Neele, Sohn Lukas (nicht im Bild) und Frau Vanessa. Er ist in Elternzeit und empfielt das jedem Vater. WZ-Foto: Gabriel-Jürgens

 

Von Kristin Hilbinger

Wilhelmshaven - „Ich mache grad Elternzeit in Teilzeit. Faktisch bedeutet das, ich arbeite Vollzeit - aber für weniger Geld.“ Das sagte neulich ein Vater, der sich diese besondere Zeit im Leben mit Sicherheit anders vorgestellt hatte.

Doch es klappt einfach nicht, seine Arbeit in der reduzierten Arbeitszeit zu erledigen. So sollte es natürlich nicht sein. Tatsächlich ist dieser Vater aber kein Einzelfall.

Das ist nicht in Ordnung, sagt Axel Opitz, Stadtverbandsvorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes in Wilhelmshaven. In tariflich gebundenen Betrieben sei das Thema Elternzeit für Väter meist kein Problem. So auch bei seinem eigenen Arbeitgeber Manitowoc. „Da wird ein Vertrag geschlossen über die Zeit der Elternzeit, wenn in Teilzeit gearbeitet werden soll über die Anzahl der Stunden und fertig“, sagt Opitz. Doch das sei nicht überall der Fall.

Gerade in kleineren Betrieben gebe es immer noch Probleme. Opitz sieht hier den Gesetzgeber in der Pflicht. „In einem Vertrag über Elternzeit in Teilzeit dürfen keine Überstunden enthalten sein“, sagt er. Wenn 15 Wochenarbeitsstunden vereinbart seien, dürfen auch nicht mehr gearbeitet werden. „Sonst gehen dem Staat auch Steuereinnahmen verloren“, sagt Opitz. Das Gesetz müsse da eindeutiger und bundesweit einheitlich geregelt sein. „Dann ist es so und muss auch so umgesetzt werden. Ohne Nachteile für den Arbeitnehmer und ohne Gemeckere.“

 

 

Dies ist ein Auszug. Den vollständigen Artikel lesen Sie in der „Wilhelmshavener Zeitung“ von Dienstag, 9. Oktober. Erhältlich bei allen gängigen Verkaufsstellen und auch als epaper.