Wilhelmshaven

19.09.2018


Wolf kämpft gegen Krankheit und Bürokraten


Wolf Janßen ist Autist und schwer epilepsiekrank. Sein Fall überfordert die Sozialstaatsbürokratie. Barmer Ersatzkasse und Sozialamt weigern sich, für notwendige Kosten aufzukommen.


Petra Peters und ihr schwerkranker Sohn Wolf  wünschen sich mehr Unterstützung  durch die Sozialbürokratie. Sie vermissen das  menschliche Verständnis und die genaue Kenntnis und Akzeptanz ihrer schwierigen    Situation. Der Hund warnt vor epileptischen Anfällen. Auch die Kosten für ihn wurden bislang nicht voll übernommen.  WZ-Foto:    Siefken

Petra Peters und ihr schwerkranker Sohn Wolf wünschen sich mehr Unterstützung durch die Sozialbürokratie. Sie vermissen das menschliche Verständnis und die genaue Kenntnis und Akzeptanz ihrer schwierigen Situation. Der Hund warnt vor epileptischen Anfällen. Auch die Kosten für ihn wurden bislang nicht voll übernommen. WZ-Foto: Siefken

 

Von Hartmut Siefken

Wilhelmshaven - Wolf Janssen wurde am 1. Juli 1996 als gesundes Kind geboren. Neun Jahre später aber zeigte sich: Er wird fortan einen schweren Weg gehen müssen. Generalisierte Epilepsie lautete die Diagnose, eine kaum zu beherrschende Form der Epilepsie.

Außerdem ist Wolf Autist, Kontakte mit anderen Menschen und soziale Beziehungen zu pflegen, fällt ihm schwer, und bei ihm wurde das Dandy-Walker-Syndrom diagnostiziert, eine Entwicklungsstörung des Gehirns.

Die epilepsiebedingten Krampfanfälle sind schwer, und ohne Medikamentengabe lösen sie sich nicht wieder. Wolf verliert das Bewusstsein. Ohne Hilfe ist er verloren. Die richtige Medikation ist überlebenswichtig - auch im „Normalzustand“. Doch was heißt bei Wolf normal. Petra Peters, seine Mutter, zeigt den Medikamentenkoffer: Über zehn Medikamente muss Wolf jeden Tag nehmen, teilweise auf die Minute genau und in der jeweils richtigen Dosierung. Auch im Notfall weiß Petra Peters genau, was zu tun ist.

Größte Stütze ist Wolfs Kinderärztin aus dem Klinikum, die seine Krankheitsgeschichte genau kennt und ihn weiterhin betreut, auch nachdem er mittlerweile ein junger Mann ist.

Die Epilepsie hat Folgewirkungen. Das Gehirn wurde bereits geschädigt, die Sehleistung eines Auges beeinträchtigt, ebenso die Motorik. Wolf hat einen Tremor, zittert also leicht, er kann die Beine nicht durchstrecken und nur wenige Schritte gehen, ohne einen Anfall zu riskieren. Er ist auf den Rollstuhl angewiesen, braucht eine Einstiegshilfe für die Badewanne, ein Krankenpflegebett. Die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel ist ihm nicht möglich, ein für den Rollstuhltransport geeignetes Auto nötig.

Zur Überwachung seines Zustandes ist Cookys Spürnase nötig. Der fünfjährige Goldendoodle riecht, wenn sich Wolfs Status ins Schlechte verändert und macht sich bemerkbar, ehe die Messgeräte Alarm schlagen.

[...]

 

In ihrer Verzweiflung meldete sie sich bei einem Crowdfunding-Portal im Internet an und bat dort um Unterstützung. Hier kann man auch weiterhin für die Behandlung von Wolf spenden (https://www.gofundme.com/lebensqualitaet-fuer-wolf).

 

Dies ist ein Auszug. Auf einer ganzen Seite zeichnet die WZ den Fall nach. Den vollständigen Artikel lesen Sie in der "Wilhelmshavener Zeitung" von Mittwoch, 19. September. Erhältlich bei allen gängigen Verkaufsstellen und auch als epaper.