Wilhelmshaven

19.09.2018


In Wilhelmshaven endlich wieder vereint


Seit zwei Jahren lebt Familie Ali in Wilhelmshaven. So haben sie sich eingelebt. Zwei Söhne konnten in eine Ausbildung vermittelt werden, die beiden jüngeren wollen Arzt oder Polizist werden.


Die Familie Ali freut sich, in Wilhelmshaven ein neues Zuhause gefunden zu haben: (1. Reihe v. li.): Mirvan Mahmood Ali, Yasher Mahmood Ali, (2. Reihe v. li.) Amal Mahammad, Sabri Mahmood Ali     , (hintere Reihe v. li.) Rashad Mahmoud Ali, Zilan Alo, Sabri Ali, Hans-Dieter Kimpel (ehrenamtlicher Betreuer), Mahmud Ali und Juan Ali.    WZ-Foto: Lübbe

Die Familie Ali freut sich, in Wilhelmshaven ein neues Zuhause gefunden zu haben: (1. Reihe v. li.): Mirvan Mahmood Ali, Yasher Mahmood Ali, (2. Reihe v. li.) Amal Mahammad, Sabri Mahmood Ali, (hintere Reihe v. li.) Rashad Mahmoud Ali, Zilan Alo, Sabri Ali, Hans-Dieter Kimpel (ehrenamtlicher Betreuer), Mahmud Ali und Juan Ali. WZ-Foto: Lübbe

 

Von Juliane Minow

Wilhelmshaven - Was erwartet man, wenn man einen Zugezogenen fragt, was ihm an Wilhelmshaven am besten gefällt? Der Strand? Das Meer? Nein, Mahmud Ali aus Syrien antwortet etwas, das einem selbst wohl nicht in den Sinn gekommen wäre: „Dass es hier Gesetze gibt.

Seine Familie und er sind 2015 vor dem Krieg geflüchtet. Kinder und Eltern waren auf der Flucht getrennt. Über viele Umwege haben sie sich in Wilhelmshaven wiedergefunden. Seit zwei Jahren leben sie jetzt in der Jadestadt, lernen Deutsch, gehen zur Schule, absolvieren ihre Ausbildung, spielen Fußball. Im Gespräch mit der „Wilhelmshavener Zeitung“ berichten sie, wie sie sich eingelebt haben.

Einen Monat hat die Flucht gedauert, erinnert sich Mahmud Ali. Der 23-Jährige ist zusammen mit seinen Brüdern Juan (20) und Yasher (12) geflüchtet. Sie waren in der Türkei, sind von dort nach Griechenland. „Wir waren in so einem kleinen Boot, in dem nur Luft war“, erzählt Mahmud Ali. Für die kurze Zeit, die sie in Deutschland leben, sprechen sie alle beeindruckend gut Deutsch. „Wir waren 44 Leute in dem Boot, das eigentlich für zehn Leute gedacht war.“

Es ging durch Mazedonien, Serbien, Kroatien, Slowenien, Österreich bis nach Deutschland, mit Bussen, Schiffen, zu Fuß. Manchmal sind sie nächtelang gelaufen. Weil die Flucht so teuer war, konnten nicht alle auf einmal ihre Heimat verlassen. Die Eltern sparten, um irgendwann mit dem Rest der Familie nachzukommen.

Dies ist ein Auszug. Den vollständigen Artikel lesen Sie in der "Wilhelmshavener Zeitung" von Mittwoch, 19. September. Erhältlich bei allen gängigen Verkaufsstellen und auch als epaper.