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Wilhelmshaven

14.06.2018


Sprachförderung künftig Sache der Kitas


Die Einrichtungen suchen ab August pensionierte Lehrer oder Erzieher zur Unterstützung. Die Verlagerung in die Kitas wird zwar begrüßt, sie komme aber viel zu schnell.


Monika Meinen (AG konfessioneller Kitas, links), Rüdiger Schaarschmidt (Ev. Familienbildungsstätte), Carsten Feist (Jugendamt) und Petra Schrecker-Steinborn (AG nichtkonfessioneller Kitas) hoffen auf Ehrenamtliche zur Unterstützung.      WZ-Foto:    Gabriel-Jürgens

Monika Meinen (AG konfessioneller Kitas, links), Rüdiger Schaarschmidt (Ev. Familienbildungsstätte), Carsten Feist (Jugendamt) und Petra Schrecker-Steinborn (AG nichtkonfessioneller Kitas) hoffen auf Ehrenamtliche zur Unterstützung. WZ-Foto: Gabriel-Jürgens

Von Meike Hinze

Wilhelmshaven - Die vorschulische Sprachförderung wird ab 1. August dieses Jahres von den Grundschulen an die Kindertagesstätten übertragen. Wer in den Einrichtungen diese Aufgabe übernehmen soll, ist jedoch noch nicht geklärt.

„Grundsätzlich begrüßen wir diesen Schritt“, sagte Jugendamtsleiter Carsten Feist gestern bei einer Pressekonferenz. Allein die kurzfristige Umsetzung mache Probleme.

Die Verlagerung der Sprachförderung wurde von der Landesregierung erst im Mai dieses Jahres beschlossen, das nötige Gesetz ist noch nicht verabschiedet. Umgesetzt werden soll die Änderung aber bereits zum Beginn des neuen Kindergartenjahres im August. „In dieser kurzen Zeit lässt sich kein Personal einstellen“, so Feist.

Gemeinsam mit den Arbeitsgemeinschaften konfessioneller und nichtkonfessioneller Kindertagesstätten in Wilhelmshaven und der Ev. Familienbildungsstätte sucht er für den Übergang nach Ehrenamtlichen, die eine Einrichtung ab August für einige Wochen oder Monate bei der Sprachförderung von Kindern unterstützen. „Ideal wären pensionierte Grundschullehrer oder Erzieher.“

Die Sprachförderung in den Kitas hat in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen, immer mehr Kinder haben Förderbedarf. „Die Sprache wird durch die neuen Medien in vielen Familien nicht mehr so stark angereizt“, so Petra Schrecker-Steinborn, Sprecherin der AG nichtkonfessioneller KiTas. Die Kommunikation ist in der Sprachentwicklung eines Kinder aber von immenser Bedeutung. Wird sie durch Fernsehen oder das Smartphone abgelöst, kommt es schnell zu Problemen.

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„Wir hoffen, dass sich Ehrenamtliche finden, mit denen wir die Lücke von August bis zum Herbst stopfen können“, erklärte Rüdiger Schaarschmidt, Leiter der Ev. Familienbildungsstätte. Auf ihn sei bereits eine ehemalige Lehrerin zugekommen und habe die Idee für diese Zusammenarbeit angeregt. Seine Einrichtung übernimmt die Vermittlung. Interessenten können sich unter Tel. 7 47 90 42 melden.

 

Dies ist ein Auszug. Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Wilhelmshavener Zeitung vom Donnerstag, 14. Juni 2018. Erhältlich bei allen gängigen Verkaufsstellen und auch als epaper.