Wilhelmshaven

13.06.2018


Denkmal soll Erinnerung an die Revolution wachhalten


Der Kulturausschuss stimmte der Aufstellung des Denkmals an der Gökerstraße zu. Der Matrosenaufstand in Wilhelmshaven mündete in die erste deutsche Republik.


So soll nach den Vorstellungen des Künstlers Mátyás G. Terebesi das Denkmal mit Bank und Stele aussehen, das neben dem früheren Eingangsbereich des Botanischen Gartens aufgestellt  und am 10. November offiziell enthüllt wird.  Foto:    Graul

So soll nach den Vorstellungen des Künstlers Mátyás G. Terebesi das Denkmal mit Bank und Stele aussehen, das neben dem früheren Eingangsbereich des Botanischen Gartens aufgestellt und am 10. November offiziell enthüllt wird. Foto: Graul

 

Von Ursula Grosse Bockhorn
Wilhelmshaven - Auch wenn es 100 Jahre her ist: Der Aufstand der Matrosen in Wilhelmshaven und der dann folgende politische Umsturz in Deutschland stößt auf großes Interesse. Das schließen Ratsfrau Christina Heide (SPD) und Bürgermeisterin Ursula Glaser (CDU) aus den vielen Schaulustigen, die die im Stadtgebiet aufgestellten neun Stelen zur Erinnerung an die Ereignisse von 1918 intensiv betrachten und von denen sie gestern im Kulturausschuss berichteten.

Auch die August-Desenz-Drehorgelstiftung, der SPD-Kreisverband, der Stadtverband des Deutschen Gewerkschaftsbundes und die Stadt Wilhelmshaven wollen das Interesse an dieser historischen Phase wachhalten, die immerhin die erste demokratische Republik in Deutschland hervorbrachte. An diesen Zusammenhang erinnern soll das Revolutionsdenkmal, das auf Betreiben von Stiftung, SPD, DGB und Stadt am 10. November an der Gökerstraße offiziell enthüllt werden soll und dann in städtischen Besitz übergeht. Wie Dr. Jens Graul dem Ausschuss berichtete, sind die Arbeiten im vollen Gang.

Dass der Kulturausschuss am Dienstag der Aufstellung des Denkmals gegenüber der früheren Gaststätte „Elisenlust“ zustimmte und damit den Weg für einen Ratsbeschluss bereitete, war Formsache. Ausschuss-Vorsitzender Howard Jacques (SPD) bekräftigte, dass dieses Denkmal für ihn eine Herzensangelegenheit sei.

Auf dem Freigelände neben der Grodenschule (später wurde dort der Botanische Garten angelegt) hatten sich am 10. November 1918 rund 100 000 Demonstranten versammelt und den Reden zugehört, die die Anführer des Matrosenaufstands auf der Attika und dem Gesims der gegenüber gelegenen Gaststätte „Elisenlust“ hielten.

 

Dies ist ein Auszug. Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Wilhelmshavener Zeitung vom Mittwoch, 13. Juni 2018. Erhältlich bei allen gängigen Verkaufsstellen und auch alsepaper.