Benutzernamen vergessen?
 
Passwort vergessen?
 
Wozu anmelden?

Friesland

13.06.2018


Geächtet, aber alles andere als isoliert


Liedermacher Wolf Biermann beeindruckte sein Publikum in Jever. In der DDR hatte der 81-Jährige elf Jahre lang Auftrittsverbot. Seine Mutter hat ihn gelehrt, zu sagen, was er denkt.


Wolf Biermann beeindruckte die Gäste im Lokschuppen Jever.     Foto:    Muschalik

Wolf Biermann beeindruckte die Gäste im Lokschuppen Jever. Foto: Muschalik

 

Von Annette Muschalik

Jever - „Persönlichkeiten zu Gast in Jever“ hieß es am Montag im Lokschuppen Jever, und der Titel war wörtlich zu nehmen. Zum Auftakt dieser neuen Veranstaltungsreihe, die die Odd-Fellow-Loge Fresenia in Zusammenarbeit mit der Stadt Jever ins Leben gerufen hat, war mit Wolf Biermann nicht nur einer der bedeutendsten deutschen Liedermacher und Lyriker nach Jever gekommen, sondern vor allem eine beeindruckende Persönlichkeit.

Nachdem Bürgermeister Jan Edo Albers die Gäste im ausverkauften Haus begrüßt hatte, gestaltete Biermann die Lesung zu seiner Autobiografie „Warte nicht auf bessre Zeiten“ gemeinsam mit seinem Freund und Zeit-Autor Andreas Öhler sowie seinem „Herzenssohn“ Manuel Soubeyrand. Öhler lieferte mit seinen Fragen die Erzähleinstiege für Wolf Biermann, und Soubeyrand, mit dessen Mutter Biermann einige Jahre in einer Beziehung lebte, las mit Inbrunst ausgewählte Buchpassagen. In der Mitte der Bühne aber, mal sitzend, mal stehend, mal flüsternd, mal schreiend, mal lachend und mal böse stand ein Wolf Biermann, dessen Biographie ein unschätzbares Zeugnis deutscher Geschichte ist.

 

Dies ist ein Auszug. Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Wilhelmshavener Zeitung vom Mittwoch, 13. Juni 2018. Erhältlich bei allen gängigen Verkaufsstellen und auch alsepaper.