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Sport

13.06.2018


Amateurmeister mit Werder Bremen


Nach 65 Jahren hat Hans-Hermann Mindermann alle aktiven Fußball-Kapitel zugeklappt. Der 73-Jährige bestritt 263 Regionalliga-Spiele.


73 Jahre alt - und nur die ersten acht ohne Fußball: Hans-Hermann Mindermann.      WZ-Foto:    Lübbe

73 Jahre alt - und nur die ersten acht ohne Fußball: Hans-Hermann Mindermann. WZ-Foto: Lübbe

 

Von Martin Münzberger

Wilhelmshaven - Hans-Hermann Mindermann stammt noch aus einer Zeit, in der es einen Libero und einen Vorstopper gab und ein Sieg nur mit zwei Punkten belohnt wurde. Und der 73-Jährige hat einen ganz speziellen Ruf - als Spieler und später auch als Trainer.

Umschrieben werden die Sachverhalte gerne als „knallharter Verteidiger“ und - bezogen auf seine Tätigkeit ab Mitte der 80er-Jahre an der Seitenlinie - als „Schleifer“.

Der Wilhelmshavener, Vater von vier Kindern, kennt diese Geschichten. Und nimmt sie mit Humor. Einem ganz speziellen werden Gegenspieler und Spieler vielleicht sagen.

Da wäre zunächst der Spieler Hans-Hermann Mindermann, der in Bremen groß wurde und mit 18 Jahren bereits - dank einer Volljährigkeits-Bescheinigung des Amtsgerichts - heiratete. „Der beste Vorstopper, den es jemals gegeben hat“, urteilt sein damaliger Bremer Trainer Hans-Wilhelm Loßmann über Mindermann. Das Lob aber ist etwas vergiftet - und Mindermann erzählt dazu die gesamte Episode. „Loßmann hat auch gesagt: „Du sollst deinen Gegenspieler ausschalten. Aber nicht für sechs Wochen.“

Daran hat sich der Verteidiger, der in acht Regionalliga-Jahren auf 263 Spiele für den VfB Oldenburg, TSR Olympia und den SV Meppen kam, immer gehalten. Und das immer im Rahmen des Regelwerks. „Der Ball war immer im Spiel. Und während meiner Zeit im höherklassigen Fußball habe ich keine einzige rote Karte gesehen. Die gab es erst später in der Bezirksliga beim VfL Ockenhausen, und bei den Alten Herren, als Schiedsrichter Bernhard Welz mir aus meiner Sicht ein bisschen zu übertrieben klarmachen wollte, wer der Chef auf dem Platz ist.“

Und das Schleifer-Image als Trainer? Auch hier relativiert Mindermann. Zum einen ernsthaft („Ich bin häufig für Klassenerhalts-Missionen verpflichtet worden. Und im Fußball geht kein Weg an guter Kondition vorbei“) und zum anderen nicht ganz so ernsthaft. „Es ist keiner umgekommen. Und bis auf eine Ausnahme reden auch noch alle mit mir.“

Das macht allerdings auch Spaß. Denn der gelernte Maler und ehemalige Verwaltungsangestellte im Arsenal in Wilhelmshaven ist ein Gesprächspartner mit einer Fülle an Anekdoten aus der Welt des großen und kleineren Fußballs.

 

Dies ist ein Auszug. Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Wilhelmshavener Zeitung vom Mittwoch, 13. Juni 2018. Erhältlich bei allen gängigen Verkaufsstellen und auch alsepaper.