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Wilhelmshaven

09.06.2018


So haltet ihr die Wohnung auch im Sommer kühl


Die Verbraucherzentrale gibt Tipps, wie die Wohnungstemperatur im Sommer angenehm gehalten werden kann.


DPA-Foto: Kraufmann

DPA-Foto: Kraufmann

 

Wilhelmshaven/sg - Kaum zeigt sich die Sommersaison von ihrer besten Seite, schon klagen viele Hausbesitzer und Mieter über zu hohe Temperaturen im Haus. Besonders betroffen sind dabei die Dachgeschossräume, wo sich die Hitze über mehrere Tage bis zur Unerträglichkeit aufschaukeln kann.

Doch bevor auf ein mobiles Kleinklimagerät zurückgegriffen wird, das bei häufig bescheidenem Kühleffekt vor allem die Stromrechnung in die Höhe treibt, sollten andere Maßnahmen erwogen werden: Das Dach eines Hauses ist im Sommer naturgemäß sehr hohen Temperaturen ausgesetzt: Eine Aufheizung der Pfannen auf über 70 Grad ist keine Seltenheit. Befinden sich Wohnräume unter einem nicht oder kaum gedämmten Dach, heizen sie sich häufig so stark auf, dass selbst in den Nächten kaum Abkühlung erfolgt. Im Winter geht über das ungedämmte Dach kostbare Heizenergie verloren. Eine Wärmedämmung des Daches sorgt dafür, dass die Sommerhitze und die Winterkälte draußen bleiben.

Bei der Dachdämmung gibt es viele Möglichkeiten. Je nach Einzelfall ist es sinnvoll, nur die oberste Geschossdecke und/oder die Dachschrägen zu dämmen. Kann ein Dämmstoff in bestehende Hohlräume eingeblasen werden oder legt der Hausbewohner selbst Hand an, ist die Maßnahme häufig kostengünstig umzusetzen. Naturnahe Dämmstoffe aus Zellulose und Holzfasern bieten meist einen besseren Hitzeschutz als herkömmliche Dämmstoffe, da sie mehr Wärmespeichermasse besitzen.

Besondere Aufmerksamkeit muss auch den Fenstern gewidmet werden: Hier ist ein gutes Sonnenschutzsystem gefragt. Den besten Schutz bieten außen angebrachte Jalousien, Markisen, Rollläden oder Fensterläden. Aber auch innen liegende spezielle Rollos oder Jalousien, die das einfallende Sonnenlicht reflektieren, sind zu empfehlen. Des Weiteren bieten Wärmeschutzgläser nach dem Stand der Technik einen besseren Strahlungsschutz als die Fenster aus den 80er Jahren oder früher. Hier sind auch spezielle Sonnenschutzgläser erhältlich.

Ansonsten gilt bei Hitze: tagsüber Fenster und Sonnenschutz geschlossen halten. Nachts lüften. So kann die in den Wänden gespeicherte Wärme zumindest teilweise wieder abgeführt werden.

Für Wärmeschutzmaßnahmen an Wohngebäuden bietet die KfW günstige Darlehen und Zuschüsse.

Unabhängige Beratung der Verbraucherzentrale zu den Themen baulicher Wärmeschutz, Heizung, erneuerbare Energien und Fördermittel bietet Dipl.-Physiker Klaus Nottebaum in der Verbraucherzentrale Wilhelmshaven, Grenzstraße 95, am Donnerstag, 21. Juni, von 9.30 bis 17.30 Uhr an. Terminvergabe erfolgt unter Tel. 0160-93052118. Anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Energieberatung ist das Angebot an diesen Terminen kostenfrei. Auch Vor-Ort-Termine können im Rahmen eines Energiechecks vereinbart werden.