Wilhelmshaven

30.05.2018


Datenschutz bringt Betriebe und Vereine ins Straucheln


Seit fünf Tagen gilt die EU-Verordnung - und somit verschärfte Datenschutzbestimmungen. Noch herrscht deswegen keine Routine in den Organisationen.


Ob Unternehmen, Arzt oder Verein - Geschäftsführer und Vorstände müssen sich seit vergangenem Freitag noch mehr als vorher um den Datenschutz kümmern.      DPA-Foto:    Gollnow

Ob Unternehmen, Arzt oder Verein - Geschäftsführer und Vorstände müssen sich seit vergangenem Freitag noch mehr als vorher um den Datenschutz kümmern. DPA-Foto: Gollnow

 

Von Hartmut Siefken

Wilhelmshaven - Zwischen „Nichts ist so heiß, wie es gekocht wird“ und „Mir gehen die Nackenhaare hoch“ reicht die Spannbreite der Betroffenheit bei Verantwortlichen in Verbänden und Betrieben mit Blick auf die EU-Datenschutz-Grundverordnung.

So sperrig wie der Name scheint manchem, was er an Bestimmungen mit sich bringt.

Dabei sei die Umsetzung mit der Verordnung so kompliziert nun auch nicht, ist der Tenor. Nur macht sie Arbeit, insbesondere am Anfang. „Viele Betriebsinhaber und Geschäftsführer haben das Thema lange Zeit zur Seite gelegt“, sagt Peter Brunken, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Jade. Jetzt seien sie durch die Berichterstattung in den Medien aufgeschreckt, das Informationsbedürfnis groß. Deshalb biete die Kreishandwerkschaft Anfang Juni eine Informationsveranstaltung an, die bereits ausgebucht sei. Eine zweite dürfte deswegen folgen.

Anfang des Jahres habe die Kreishandwerkschaft die Betriebe auf ihren Handlungsbedarf hingewiesen. Doch allgemein, so Brunken, sei die Problematik wohl etwas unterschätzt worden.

Brunken warnt davor, vorschnell externe Datenschutzbeauftragte vertraglich zu verpflichten. Die Seriosität und Kompetenz sei nicht bei allen Anbietern klar. Im Zweifel sollten Innungsbetriebe Rücksprache mit der Kreishandwerkerschaft nehmen.

Jasper Strauß, Hauptgeschäftsführer beim Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband Jade (AWV), hält die Umsetzung der Datenschutzverordnung für ein „komplexes Unterfangen“.

Noch länger sollte man die zu treffenden Maßnahmen nicht auf die Bank schieben, rät er den Unternehmensführungen. Nach einer gewissen Schonfrist würden die Aufsichtsbehörden genauer hinschauen. Wer patzt, hat mit mehr oder weniger hohem Bußgeld zu rechnen. „Die Geschäftsführer haften persönlich“, sagt Strauß.

 

Dies ist ein Auszug. Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Wilhelmshavener Zeitung vom Mittwoch, 30. Mai 2018. Erhältlich bei allen gängigen Verkaufsstellen und auch alsepaper.