Wilhelmshaven

16.04.2018


Herausforderung brilliant bewältigt


Die A-capella-Künstler der Gruppe Rock4 traten im Pumpwerk auf. Am Ende ihrer Vorstellung erhielten sie stehende Ovationen.


Rock4 zählen längst zu den gesetzten Größen des A-cappella-Festivals im Pumpwerk. Auch mit ihrem Beatles-Programm begeisterten die vier Künstler das Publikum.  Foto:    Masch

Rock4 zählen längst zu den gesetzten Größen des A-cappella-Festivals im Pumpwerk. Auch mit ihrem Beatles-Programm begeisterten die vier Künstler das Publikum. Foto: Masch

 

Von Annette Muschalik
Wilhelmshaven - Die Kombination von erstklassiger A-cappella Kunst in Gestalt der Gruppe Rock4 aus den Niederlanden und den Liedern einer der erfolgreichsten Bands der Geschichte, den Beatles, sorgte am Freitagabend für ein restlos ausverkauftes Haus im Pumpwerk.

Die vier Musiker der Band waren nicht zum ersten Mal in Wilhelmshaven - und so erwarteten viele eingefleischte Fans, dass Rock4 mit ihrem Programm „The Beatles: Abbey Road“ ein echtes Highlight des Festivals abliefern würden.

Der erste Teil des Abends war eine bunte Mischung verschiedener Beatles-Songs, die überwiegend bereits den Stil des „Psychedelic Rock“ aufgriffen, der die Endphase der Beatles und ihre letzten gemeinsamen Albums „Abbey Road“ kennzeichnete. Dessen Lieder bildeten schließlich den zweiten Teil des Konzertes. Eine große Herausforderung für eine A-cappella Band - und sicher nichts für Liebhaber eingängiger und schlichter Rock- und Popsongs.

Genau darin schien aber der besondere Reiz insbesondere für Leadsänger Luc Devens zu liegen, dem es eine diebische Freude bereitete, das Publikum auf „zum Teil unverständliche Texte“ vorzubereiten, die nicht selten unter Einfluss von „reichlich Alkohol und Drogen“ entstanden seien. Songs wie „A Day In The Life“, „I Am The Walrus“ oder „I Want You“ schienen dabei perfekt auf Devens zugeschnitten zu sein. Er transportierte die psychedelische Stimmung dieser Lieder mit Leib und Seele. Seine Stimme ist für die ständig wechselnden, mal schrillen, mal rockigen und mal sanften Tonfolgen wie geschaffen und seine ganze Körpersprache wirkte wie aus Woodstock-Zeiten entsprungen.