Wilhelmshaven

06.02.2018


Drogengeld sollte Eigenheim finanzieren


Der 35-jährige Wilhelmshavener muss für über drei Jahre ins Gefängnis. In Untersuchungshaft verpasste er die Geburt seines zweiten Kindes.


DPA-Foto: Ebener

DPA-Foto: Ebener

 

Von Franz-Josef Höffmann
Wilhelmshaven/Oldenburg - Wegen Handeltreibens mit Rauschgift im großen Stil hat das Oldenburger Landgericht am Montag einen 35 Jahre alten Mann aus Wilhelmshaven zu einer Gefängnisstrafe von drei Jahren und sieben Monaten verurteilt.

Der zweifache Familienvater war im vergangenen Jahr auf die Idee gekommen, den geplanten Bau eines Eigenheimes mit einem groß angelegten Drogenanbau zu finanzieren.

In einer alten Wohnung und einer ehemaligen Werkstatt betrieb er dazu eine riesige Drogenplantage. Eine Ernte sollte rund 25.000 Euro einbringen.

Der Angeklagte hätte schon bald mit dem Hausbau beginnen können, wenn nicht am 17. August vergangenen Jahres die Polizei und der Zoll vor der Tür gestanden hätten. Nun muss der Hausbau warten. Bei der Durchsuchung der Räumlichkeiten wurden 500 Cannabispflanzen sichergestellt.

Weiter wurden knapp sechs Kilogramm Rauschgift und Drogengeld in Höhe von 25.000 Euro gefunden. Der Angeklagte hatte für die jeweiligen Ernten bereits Abnehmer. Einer von ihnen hatte die aufgefundenen 25.000 Euro im voraus gezahlt. Das Geld ist nun beschlagnahmt.