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Wilhelmshaven

09.01.2018


"Wir müssen die graue Brille abnehmen"


Die Gewerbevereine der Stadt blicken gespannt auf das Jahr 2018. Die WZ stellt die Pläne der einzelnen Vereine in loser Reihenfolge vor. Heute: Die Göbi-Interessengemeinschaft.


Die Gökerstraße profitiert vom Drogeriemarkt „Rossmann“, der 2014 neu gebaut  hat.      WZ-Foto:    Gabriel-Jürgens

Die Gökerstraße profitiert vom Drogeriemarkt "Rossmann", der 2014 neu gebaut hat. WZ-Foto: Gabriel-Jürgens

 

Von Meike Hinze
Heppens - Der Schuh drückt noch immer an denselben Stellen: Leerstand, weniger Kundschaft und eine Ansiedlungspolitik, die es der Göbi-Interessengemeinschaft schwer macht, für ihren Stadtteil zu werben. Jens Eilers vertritt als dessen erster Vorsitzender die gewerblichen Anlieger der Gökerstraße und des Bismarckplatzes.

„Diese Probleme gibt es seit vielen Jahren“, sagt er. Aber so langsam gebe es spürbare Veränderungen, „man muss sie nur als solche auch wahrnehmen.“

Eine dieser Veränderungen liegt bereits ein paar Jahre zurück und hat der Göbi neuen Schwung gebracht: Der Drogeriemarkt Rossmann hat 2014 in der Gökerstraße eine neue Filiale eröffnet. „So ein Geschäft in einer kriselnden Straße belebt die Umgebung ungemein“, sagt Eilers, dessen Juweliergeschäft „Stettin“ direkt am Bismarckplatz liegt. Neben Rossmann hat sich der Raumausstatter Omland angesiedelt, zur Zeit werden einige weitere Geschäftsräume in der „Göbi“ renoviert. „Was dort passiert wissen wir noch nicht. Aber wir haben die Hoffnung, dass wieder etwas rein kommt.“

Deutlich kritischer sieht Eilers die Ansiedlungspolitik der Stadt. „Die schwebenden Pläne für ein Outlet-Center sind für Neuansiedlungen nicht hilfreich“, sagt er. Auch die Diskussion um zwei weitere Verbrauchermärkte in der Marktstraße-West und auf dem ehemaligen Schlachthofgelände sei nicht förderlich. „Dadurch würde die Kundenfrequenz an eine andere Stelle gelenkt, wir hätten das Nachsehen.“

Die Göbi-Interessengemeinschaft ist mit den Jahren stets kleiner geworden. An große Straßenfeste ist heute nicht mehr zu denken, dafür fehlen schlicht die Mitglieder. „Wir sehen uns mittlerweile als politische Vertretung und werden uns daher auch in diesem Jahr aktiv an Diskussionen beteiligen“, gibt der Vorsitzende einen Ausblick.