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Friesland

03.01.2018


Neujahrsempfang: Mühlena sieht den Dampfer auf Kurs


Der Bürgermeister kündigte unter anderem neue Baugebiete an. Beim Ausbau der Windenergie in der Gemeinde Wangerland läuft es jedoch nicht nach Plan.


Das Riesensparschwein  wandert beim Neujahrsempfang der Gemeinde Wangerland stets über die Tische - Bürgermeister Björn Mühlena, hier mit Ehefrau Heike (Mitte) und seiner Sekretärin Brigitte Gronewold, schickte es am Dienstagabend im Kursaal in Horumersiel wieder auf  Tour. Der Erlös fließt der Plattdeutsch-Arbeit an den Grundschulen und dem Präventionsrat Wangerland zu. WZ-Foto: Gabriel-Jürgens

Das Riesensparschwein wandert beim Neujahrsempfang der Gemeinde Wangerland stets über die Tische - Bürgermeister Björn Mühlena, hier mit Ehefrau Heike (Mitte) und seiner Sekretärin Brigitte Gronewold, schickte es am Dienstagabend im Kursaal in Horumersiel wieder auf Tour. Der Erlös fließt der Plattdeutsch-Arbeit an den Grundschulen und dem Präventionsrat Wangerland zu. WZ-Foto: Gabriel-Jürgens

 

Von Jörg Grabhorn

Horumersiel - „Der Dampfer Wangerland, Ihr Dampfer, ist auf Kurs“ - davon zeigte sich Bürgermeister Björn Mühlena gestern beim Neujahrsempfang der Gemeinde im Kursaal in Horumersiel überzeugt.

Mit 400 Gästen war der Saal wie schon in den vergangenen Jahren erneut voll besetzt.

Allerdings: Nicht in allen Bereichen verläuft die Entwicklung nach Plan. „Das Großprojekt Windenergie läuft langsamer als ich mir das wünschen würde“, sagte Mühlena. Es sei möglicherweise auch nicht mehr in vollem Umfange zu realisieren: „Es ist durch Klagen gefährdet.“

Sollten die Anlagen nicht bis Jahresende in Betrieb gehen können, müsse für die beiden Standorte südlich Tettens und südlich Hohenkirchen völlig neu geplant werden. „Es werden dann aber sicher viel höhere Anlagen entstehen“, sagte Mühlena.

Wie berichtet sind bislang lediglich die Bauarbeiten am Standort bei Haddien angelaufen. Dort sollen vier Windräder mit 150 Metern Höhe errichtet werden. Gegen die Genehmigung der zehn Rotoren an den anderen beiden Standorten wurde Widerspruch eingelegt. Außerdem pocht der Nabu Niedersachsen darauf, dass die Widersprüche bauaufschiebende Wirkung hätten. Die Entscheidung des Verwaltungsgerichtes Oldenburg steht noch aus.

Dennoch: „Das Projekt lässt sich trotz aller Unkenrufe rentabel realisieren, und die Gemeinde wird auf keinen Kosten sitzen bleiben“, betonte Mühlena.

Die allgemeine Entwicklung der Gemeinde will Mühlena vorantreiben. Mit 9734 sei die Einwohnerzahl stabil. Um weitere Zuzüge zu ermöglichen, seien neue Baugebiete in Planung. Das Baugebiet in Waddewarden sei nun vollgelaufen, Horumersiel und Hohenkirchen seien längst ausverkauft, und Hooksiel sei hoch begehrt: „Die Wartelisten sind lang.“

Die Gemeinde müsse auch neue Ferienwohnungen und Hotels zulassen und gleichzeitig „unsere historischen Schätze bewahren und diese wie Perlen polieren“, sagte Mühlena: „Das ist kein Widerspruch.“