Sport

30.12.2017


Kay Smits - die personifizierte "Lebensversicherung" des WHV


Die Bilanz des Zweitligisten fällt mit 13:25 Punkten schlechter aus als in der Vorsaison. Acht Heimspiele stehen in der Rückrunde nur noch auf dem Programm.


Einer gegen alle? Dieser Eindruck könnte sich beim Blick auf die WHV-Statistik der Hinrunde aufdrängen. In 15 von 19 Spielen warf kein WHV-Akteur mehr Tore als der Niederländer Kay Smits  (rechts im Spiel gegen den Bergischen HC).  WZ-Foto:     Lübbe

Einer gegen alle? Dieser Eindruck könnte sich beim Blick auf die WHV-Statistik der Hinrunde aufdrängen. In 15 von 19 Spielen warf kein WHV-Akteur mehr Tore als der Niederländer Kay Smits (rechts im Spiel gegen den Bergischen HC). WZ-Foto: Lübbe

 

Von Martin Münzberger
Wilhelmshaven - Unterschiedlicher Verlauf, ähnliches Ergebnis - die Hinrunde des Wilhelmshavener HV in der Saison 2017/2018 erinnerte fatal an die der Vorsaison. Zwar wurden bis zum ersten Sieg am sechsten Spieltag bereits zwei Punkte eingesammelt, unter dem Strich aber ist das Ergebnis (13:25 Punkte/Rang 14) fast identisch mit dem der Spielzeit 2016/2017 (14:24/Rang 15), als die Wilhelmshavener mit 0:12 bzw.

2:16 Punkten in die Saison gestartet waren.

Unterschiede gibt es aber beim Blick auf die Ergebnisse. Verlor der WHV in der Hinrunde 2016 noch sechs Spiele mit einem Tor Differenz, nagten in dieser Spielzeit eher die klaren Auswärtsniederlagen bei den Kellerkindern HSG Konstanz (29:38) und Hagen (26:34) am Selbstvertrauen.

In der zweiten Saisonhälfte war beim Team von Trainer Christian Köhrmann (Vertrag bis 2023) aber ein deutlicher Zugewinn an Konstanz erkennbar - eingeleitet am 11. Spieltag durch das 35:31 gegen Emsdetten und anschließend eindrucksvoll untermauert beim mitreißenden 26:27 gegen den bis dahin verlustpunktfreien Tabellenführer Bergischer HC.

Die Lebensversicherung des WHV in der Hinrunde war Kay Smits im rechten Rückraum. Der niederländische Nationalspieler ließ den 170/70 Treffern aus der vergangenen Saison in der Hinrunde 134/43 Tore folgen; in 15 der 19 Saisonspiele traf kein WHV-Spieler besser als der Linkshänder. Smits fing damit auch das Fehlen des am Kreuzband verletzten Rene Drechsler (111 Treffer im Vorjahr) auf, der erst am Ende der Hinrunde wieder erste Gehversuche unternahm.