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Wilhelmshaven

30.12.2017


Facebook schadet dem Taxigewerbe


Wer wie ein Taxiunternehmer Beförderungen gegen Entgelt vornimmt, muss dafür berechtigt sein. Bei solchen Mitfahrangeboten fährt das Risiko mit. Privatleuten droht eine Abmahnung.


DPA-Foto: Wolf

DPA-Foto: Wolf

 

Von Hartmut Siefken
Wilhelmshaven - In der Silvesternacht herrscht bei den Taxi-Unternehmen Hochbetrieb. Doch wohl nicht nur dort. Viele nicht konzessionierte Autofahrer haben die Personenbeförderung als Nebeneinnahme entdeckt. Sie bieten über Facebook und andere soziale Medien Beförderungsdienstleistungen an - natürlich preiswerter als bei einem Taxiunternehmen, denn ihr Gewerbe ist nicht angemeldet, die Dienstleistung „steuer- und sozialabgabenfrei“.

Die unlautere Konkurrenz erzürnt das Taxigewerbe. Der Unternehmer Hans-Joachim Dirks geht jetzt mit Abmahnungen dagegen vor. „Man muss sich wehren“, sagt er, obwohl ihm, wie er mitteilt, offensichtlich wegen seines Vorgehens schon ein Bus von einem Unbekannten beschädigt worden ist.

Er und seine Mitarbeiter protokollierten etliche Mitfahrangebote auf Facebook und ließen sich zum Beweis von den unbefugten Dienstleistern gegen Entgelt kutschieren. Die entsprechenden Personen bekamen Post vom Anwalt, der ihnen vorhielt, die Beförderungen ohne die erforderlichen Genehmigungen vorzunehmen.

Die Angeschriebenen sollen eine Unterlassungserklärung unterschreiben, andernfalls droht ihnen Dirks mit Klage auf Schadenersatz, wobei der Streitwert zwischen 7500 und 100.000 Euro liegen kann. Die Abgemahnten sollen überdies Anwaltskosten von über 1000 Euro zahlen.

Die illegalen Fahrer gehen noch weitere Risiken ein, erläutert Helmut Kuper, Firmenberater des Spezialversicherers KRAVAG. Muss die Versicherung, wenn bei einer solchen unerlaubten Personenbeförderungsfahrt ein Unfall passiert, den Schaden begleichen, nimmt sie den Fahrer in Regress.

Wer „schwarz“ fährt, ist ein Fall für den Zoll, sagt Frank Mauritz, Pressesprecher des Hauptzollamtes Oldenburg. Er warnt: „Wir durchstöbern die sozialen Medien nach solchen Angeboten.“ Wer Steuern und Sozialabgaben hintertreibe, mache sich strafbar.

 

 


Lesen Sie den vollständigen Artikel in der "Wilhelmshavener Zeitung"
Digitale Ausgabe: WZ vom 30.12.2017
Kurzbeschreibung:

Facebook schadet Taxi-Gewerbe +++ Gaukirche: 875-jähriges Bestehen wird groß gefeiert +++ Hallenevent: SVW-Nachwuchs siegt auch bei den jüngeren F-Junioren
Seitenzahl: 82
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