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Wilhelmshaven

16.10.2017


Freude und Enttäuschung der Direktkandidaten liegen eng beieinander


Die AfD ist drittstärkste Kraft. Das sorgt für Freude in den eigenen Reihen und Erschrecken bei den anderen. Im Rathaus verfolgten derweil nur wenige den Wahlausgang in Wilhelmshaven.


Punkt 18 Uhr wurden die Wahlurnen der Briefwahlbezirke im Ratssaal geleert, hier von Nele Zimmermann, Heike Rocker, Laura Lehmann, Lars Stecker, Tanja Hertmann, Marie-Luise Witt, Martina Stecker und Nadine Kolzau (v.l.) WZ -Foto:    Gabriel-Jürgens

Punkt 18 Uhr wurden die Wahlurnen der Briefwahlbezirke im Ratssaal geleert, hier von Nele Zimmermann, Heike Rocker, Laura Lehmann, Lars Stecker, Tanja Hertmann, Marie-Luise Witt, Martina Stecker und Nadine Kolzau (v.l.) WZ -Foto: Gabriel-Jürgens

 

Von Maik Michalski und Lutz Rector
Wilhelmshaven - Unterschiedlich bewerten neben den Spitzenkandidaten von SPD und CDU die anderen Bewerber ihre Ergebnisse.

1993 Wähler gaben Wilma Nyari von den Grünen ihre Erststimme, das entspricht 6 Prozent.

Die Partei selbst schneidet etwas besser ab und landet bei 6,6 Prozent (2210 Stimmen). Damit haben die Grünen ihr Ergebnis halbiert. Enttäuscht aber ist Nyari nicht. „Beim letzten Mal trat Herr Sokolowski an. Der gehörte zum Vorstand und war in Wilhelmshaven bestens bekannt. Ich dagegen bin erst 2016 in die Stadt gezogen. Man kennt mich kaum. Dafür habe ich ein achtbares Ergebnis erzielt. Bei den Briefwählern waren es sogar elf Prozent! Dass die AfD so viel geholt hat, schockiert mich allerdings.“

Zufrieden mit seinem Ergebnis von 2607 Erststimmen ist Thorsten Moriße (AfD). „Mein bürgerlich-konservativer Kurs ist angekommen“, sagte er gestern Abend gegenüber der WZ. Die Strategie für die AfD (8,3 Prozent) wäre noch besser aufgegangen, wenn man innerhalb der Partei auf Bundes-, Landes- und Kreisverbandsebene noch geschlossener aufgetreten wäre. „Drei Prozent mehr wären dringewesen.“

Der FDP-Kandidat Christian Ressel zeigte sich besonders erfreut von seinem Erststimmenergebnis (1978 Stimmen, 6,0 Prozent). Bei der Wahl 2013 hatte der damalige FDP-Kandidat Lutz Bauermeister 3,6 Prozent errungen. Dafür fiel das Zweitstimmenergebnis der Liberalen von 8,5 (2013) auf jetzt 7,6 Prozent.

Nur für Platz fünf reichte es für die Linkspartei und ihren Kandidaten Johann Wilms. „Man muss sich fragen, ob die Politik die Bürger überhaupt noch erreicht“, sagte Wilms, der 1454 Stimmen (4,4 Prozent) holte. Seine Partei schaffte 5,4 Prozent.

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Digitale Ausgabe: WZ vom 16.10.2017
Kurzbeschreibung:

SPD gewinnt Landtagswahl in Niedersachsen +++ Kreisfeuerbereitschaften probten Ernstfall auf Fliegerhorst Upjever +++ Heimniederlage fr Handball-Zweitligist WHV
Seitenzahl: 32
PDF Größe: 13,5 MB
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