Friesland

12.10.2017


"Ich hätte gerne den bunten Pfleger"


Wie reagieren Arbeitgeber und Arbeitnehmer auf die Hautbemalung am Arbeitsplatz? Die WZ hat sich dazu im Jeverland umgehört.


Millimeter für Millimeter sticht Tätowierer Stefan Meckelburg die Farbe in die Haut.      Foto:    Meckelburg/p

Millimeter für Millimeter sticht Tätowierer Stefan Meckelburg die Farbe in die Haut. Foto: Meckelburg/p

 

Von Fabian Wahnbaeck

Friesland - Im 19. und 20. Jahrhundert fand man Tätowierungen besonders häufig in kleinen gesellschaftlichen Gruppen vor, wie bei Seeleuten und Strafgefangenen. Heutzutage ist in Deutschland etwa jeder Zehnte tätowiert, von den 16- bis 29-Jährigen fast jeder Vierte - Tendenz steigend.

Das geht aus einer Studie des Allensbacher Instituts hervor. Die einen können nicht genug davon bekommen, die anderen wenden sich kopfschüttelnd ab. Die WZ hat nachgefragt, wie Menschen in der Region über Tattoos denken.

Lothar Folkerts war vor seinem Ruhestand Qualitätsmanager der Zentralen-Sterilgut-Versorgungs-Abteilung (ZSVA) im Nordwest-Krankenhaus (NWK) Sanderbusch und trägt einige Tätowierungen an seinem Körper. Er sei stolz darauf, sagt er: „Ich arbeite seit 1983 fast durchgehend im NWK und hatte seitdem immer sehr tolerante Geschäftsführer und ein tolles Arbeitsklima. In der Krankenpflege kommt es nicht auf Äußerlichkeiten an, sondern auf die inneren Werte und die Qualifikationen, die der Mensch mit sich bringt.“