Friesland

27.09.2017


Bahn frei für eine bessere Bildungspolitik


Vor rund 80 Zuhörern äußerten sich die Landtagskandidaten zu Themen wie Integration, ÖPNV oder Bildung. Den Abschluss bildete eine Zuschauer-Fragerunde.


Punkten für die Landtagswahl hieß es bei der Podiumsdiskussion im Bürgerhaus Schortens. Das Bild zeigt  Heike Kliegelhöfer (Grüne) und Olaf Lies (SPD, rechts) mit den Moderatoren Markus Pettelkau (links) und Malte Kirchner.  WZ-Foto:    Lübbe

Punkten für die Landtagswahl hieß es bei der Podiumsdiskussion im Bürgerhaus Schortens. Das Bild zeigt Heike Kliegelhöfer (Grüne) und Olaf Lies (SPD, rechts) mit den Moderatoren Markus Pettelkau (links) und Malte Kirchner. WZ-Foto: Lübbe

 

Von Michael Hacker

Friesland - Nach der Wahl ist vor der Wahl: Fünf der sechs Landtagskandidaten, die am Sonntag, 15. Oktober, kandidieren, folgten am Montag der Einladung der „Wilhelmshavener Zeitung“, von „Radio Jade“ und der „Nordwest-Zeitung“, um sich zu präsentieren.

Vor rund 80 Zuhörern im Bürgerhaus Schortens äußerten sich die Politiker des Wahlkreises 70 Friesland-Jade zu Themen wie Bildung, Sicherheit, Landwirtschaft, Mobilität, Infrastruktur und Integration. Moderiert wurde die Debatte von WZ-Redakteur Malte Kirchner und Markus Pettelkau (Radio Jade).

n Einig waren sich die Kandidaten in Sachen Bildung. Sie müsse selbstverständlich sein. Vor allem die Fahrkosten zur Schule bis einschließlich der Sekundarstufe II sowie dem Ausbildungsplatz müsse vom Land übernommen werden. Hinzu komme, dass der Unterricht aufgrund von Lehrermangel nicht entfallen dürfe. „Es müssen Anreize geschaffen werden, damit Lehrer in der Region heimisch werden“, erklärte Jens Damm (CDU). Dazu zähle auch eine Perspektive für die Angehörigen. „In der Regel ist damit eine ganze Familie verbunden. Auch der Partner benötigt einen Arbeitsplatz“, fügte Olaf Lies (SPD) hinzu.

n Ein Problem sehen die hiesigen Politiker in der Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum. „Der Ärztemangel führt zur Überlastung der Notaufnahmen“, beklagte Heike Kliegelhöfer (Grüne), die die Problematik als „Krankenschwester aus Leidenschaft“ genauestens kenne. Als katastrophal bezeichnete Ronald Harms (AfD) den Zustand im Bereich Fachärzte. „Es kann nicht sein, dass man 70 Kilometer fahren muss, um entsprechende Fachärzte aufzufinden“, beklagte er. Das sei zeitlich und wirtschaftlich eine unzumutbare Belastung.

Den Abschluss der Debatte gehörte den Zuhörern, die den Kandidaten gezielt Fragen stellen konnten. Jost Etzold (FDP) konnte aus Termingründen nicht an der Debatte teilnehmen.