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Wilhelmshaven

12.09.2017


Knöllchen für Hilfsbereitschaft


Der Haupteingang und der Eingang zur Notaufnahme am Klinikum liegen zu nah beieinander. Taxifahrer bekommen daher ständig Knöllchen.


Die räumliche Enge  auf der Zufahrt zum Haupteingang und zur Zentralen Notaufnahme führt nicht selten zu Konfliktsituationen. Die Rettungsfahrzeuge benötigen Platz zum Rangieren, haltende Taxen stören gelegentlich.  WZ-Foto:     Lübbe

Die räumliche Enge auf der Zufahrt zum Haupteingang und zur Zentralen Notaufnahme führt nicht selten zu Konfliktsituationen. Die Rettungsfahrzeuge benötigen Platz zum Rangieren, haltende Taxen stören gelegentlich. WZ-Foto: Lübbe

 

Von Hartmut Siefken

Wilhelmshaven - Mitarbeiter und Geschäftsführung des Taxiunternehmens Bergmann sind frustriert: Für ihre Hilfsbereitschaft, wenn sie Kunden zum Klinikum bringen, kassieren sie oft Knöllchen.

Denn es lasse sich für die Fahrer nicht vermeiden, den Wagen vor dem Eingang stehen zu lassen, wenn sie ihre oft bewegungseingeschränkten Kunden ins Haus begleiten, oft bis auf die Station, oder von dort abholen.

„Vor allem unseren älteren Patienten ist es nicht zuzumuten, zum Taxistand zu laufen, der 200 Meter hügelabwärts entfernt ist“, schreibt Bernd Bergmann, Geschäftsführer des Taxen- und Mietwagenunternehmens „31 000“. „Wenn wir zu den oberen Stationen gerufen werden, bedeutet dieses einen Zeitaufwand von etwa 10 bis 15 Minuten. Oft sind alle Fahrstühle wegen dringender Patientenfahrten belegt, so dass unsere Fahrer die Treppen benutzen müssen. Ist dann der Fahrer mit dem Patienten unten wieder angekommen, steht der kommunale Ordnungsdienst schon Gewehr bei Fuß und hat ein Knöllchen verteilt. Werden diese Kontrolleure von unseren Fahrern darauf aufmerksam gemacht, dass sie nicht zum Spaß dastehen, sondern alte und gehbehinderte Menschen von den Stationen holen müssen, wird lapidar geantwortet, das wäre nicht deren Problem.“

Bergmann weist darauf hin, das Taxen gerade für alte, kranke und bewegungseingeschränkte Menschen gesetzlich als öffentliche Verkehrsmittel gelten. „Die Fahrer stellen ihre Taxen nicht zum Kaffeetrinken oder für andere private Angelegenheiten vor dem Krankenhaus ab“, macht er klar.

Weder das Klinikum noch das Ordnungsamt werden den Taxiunternehmen den Wunsch erfüllen, künftig keine Knöllchen mehr zu verteilen. Beide verweisen auf die Straßenverkehrsordnung, die auch auf der Zufahrt zum Klinikum gelte.

 

 


Lesen Sie den vollständigen Artikel in der "Wilhelmshavener Zeitung"
Digitale Ausgabe: WZ vom 12.09.2017
Kurzbeschreibung:

Südzentrale: Stadt fordert Räumung des Schutts +++ Positive Zahlen nach Fusion der Krankenhäuser Sanderbusch und Varel +++ Reitturnier in Hooksiel litt unter schlechtem Wetter
Seitenzahl: 28
PDF Größe: 11,8 MB
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