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Wilhelmshaven

28.05.2016


"Schönes Wilhelmshaven": Die Kopperhörner Mühle


In der Serie „Schönes Wilhelmshaven“ stellt die WZ regelmäßig besondere Orte in der Stadt vor. Teil zehn widmet sich der Kopperhörner Mühle.


WZ-Foto: Bilddienst

Von Matthias Schwarzer

Wilhelmshaven - Die Kopperhörner Mühle in Heppens ist nicht einfach nur ein Denkmal: „Die Windmühle hat eine wichtige Rolle bei der Planung der Stadt Wilhelmshaven gespielt“, erklärt der ehrenamtliche Müller Ulrich Iserlohe. Sie habe seinerzeit nämlich als Messpunkt gedient: „Der Müller musste die Flügel senkrecht stellen - und auf der Jade fuhr dann ein Marineoffizier entlang, um die zukünftigen Baugebiete einzumessen.“

Inzwischen ist die Kopperhörner Mühle 177 Jahre alt. Nachdem sie nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst als Lager genutzt und in den 1980er-Jahren umfangreich restauriert worden war, brach 1994 bei einem Sturm ein Flügel - die Mühle stand daraufhin jahrelang still. Als sich 1999 der Kopperhörner Mühlenverein gründte, wurden die Schäden behoben.

Insgesamt elf Mühlen standen mal in Wilhelmshaven. Die Kopperhörner Mühle und die im später eingemeindeten Sengwarden sind die einzigen, die übrig geblieben sind. Bereits 1547 war an selber Stelle eine Windmühle errichtet worden, die allerdings 1698 bei einem Sturm völlig zerstört worden war. 1839 entstand am Mühlenweg 148 die jetzige Galeriehollandmühle. Getreide verarbeitet die Mühle zwar keins mehr, dafür ist sie für Besucher geöffnet.

Iserlohe führt regelmäßig Schulklassen durch das historische Bauwerk, parallel dazu gibt es eine kleine Ausstellung mit dem Titel „Landwirtschaft - früher und heute“. Aber auch Erwachsene können die Mühle besichtigen. Geöffnet ist sie in den Sommermonaten mindestens jeden ersten Sonnabend im Monat von 11 bis 17 Uhr.

„Die Besucher sind ganz begeistert, wenn sie die Mühle von Innen sehen“, sagt Ulrich Iserlohe. Vor allem ehemalige Wilhelmshavener seien oft zu Gast und wollten einen Blick in den Innenraum erhaschen. Früher war die Mühle nämlich nicht frei zugänglich.

Für Ulrich Iserlohe ist die Mühle schlichtweg ein „technisches Wunderwerk“: „Man kann sich kaum vorstellen, dass vor so langer Zeit schon sowas möglich war.“