Wilhelmshaven

05.07.2014


Hundekot ist Kritikpunkt Nr. 1


Gepflegte Friedhöfe und pünktliche Müllabfuhr sind Pfunde, mit denen die Technischen Betriebe Wilhelmshaven wuchern können. Insgesamt aber ist das Image nicht sonderlich gut.


Eine von mehreren ungepflegten Baumscheiben an der Weserstraße.      FOTO: Czyz

Eine von mehreren ungepflegten Baumscheiben an der Weserstraße. FOTO: Czyz

Von Norbert Czyz

Wilhelmshaven - Die Jadestädter bemängeln, dass ihre Stadt nicht so sauber ist, wie sie es gerne hätten. Mit der Müllentsorgung sind sie jedoch zufrieden bis sehr zufrieden. Das hat die L.Q.M. Marktforschung GmbH (Mainz) im Auftrage der Technischen Betriebe Wilhelmshaven (TBW) ermittelt. Befragt wurden 400 Haushalte und 109 Bürger füllten den Online-Fragebogen aus. L.Q.M.-Geschäftsführerin Ute Kerber stellte das Ergebnis gestern im TBW-Ausschuss vor.

Während 87 Prozent der Befragten in punkto Zuverlässigkeit mit den TBW „sehr zufrieden“ bzw. „eher zufrieden“ sind, wird die Flexibilität des städtischen Eigenbetriebs im Vergleich zu anderen Städten eher mäßig bewertet. Auch wird die Erreichbarkeit nicht besonders hoch eingestuft. Gute Werte erreicht TBW bei der Kompetenz und der Freundlichkeit der Mitarbeiter. Insgesamt bekam TBW 74 von 100 möglichen Image-Punkten und liegt damit im unteren Drittel jener Kommunen, die L.Q.M. bislang untersucht hat.

Was die Müllentsorgung betrifft, erreichen die TBW teilweise Bestnoten. 46 bzw. 48 Prozent der Befragten sind mit der Hausmüllentsorgung sehr zufrieden bzw. zufrieden, und auch beim Sperrmüll, Gartenabfällen, Elektroschrott und Schadstoffabfällen liegt die Zahl der Kritiker meist unter zehn Prozent.

Was die Sauberkeit im Stadtbild angeht, gehen die Befragten mit den TBW hart ins Gericht. „Da liegt“, resümierte Kerber, „fast alles im roten Bereich“. 63 Prozent sind mit der Sauberkeit in der Stadt nur teilweise zufrieden oder ganz unzufrieden. Beim Straßengrün sind es 60 Prozent, bei Parks 59 und bei den Sammelplätzen 58 Prozent. Große Zufriedenheit herrscht nur im Friedhofsbereich.

Spitzenreiter in der Liste der Verunreinigungen ist der Hundekot. Ihn stufen 40 Prozent als großes Problem ein. Es folgen verunreinigte Containerstellplätze (28), ungepflegte Grünstreifen (24), Wildwuchs (22) sowie Zigarettenkippen und Kaugummireste (je 20 Prozent).