Wilhelmshaven

30.06.2014


Rosarium glänzte zum Rosen(regen)fest


Zum Schmuckstück und Aushängeschild für die Stadt hat sich das Rosarium entwickelt. Das große Rosenfest ist ein Saisonhöhepunkt.


Die Modenschau im Rokoko-Garten war bei strahlendem Sonnenschein am Sonntag der ­Höhepunkt  des Rosenfestes.   WZ-FOTOS:    Gabriel-Jürgens

Die Modenschau im Rokoko-Garten war bei strahlendem Sonnenschein am Sonntag der ­Höhepunkt des Rosenfestes. WZ-FOTOS: Gabriel-Jürgens

Von Walburg Dittrich

Wilhelmshaven - Rote Rosen regnete es leider nicht, dafür gab es so manche Dusche mit Rosenduft für all diejenigen, die am Sonnabend das Rosenfest im Rosarium besuchten.

„So viele Menschen sind bei solchem Wetter sonst nie im Rosarium“, brachte es eine Besucherin auf den Punkt. Aber weder die Besucher noch die mehr als 6000 Rosen im einzigen Rosarium im Nordwesten Deutschlands ließen sich von den Regenschauern schrecken. „Wir brauchen den Regen ja dringend“, trösteten sich die Gartenfreunde gegenseitig. „Aber es muss ja nicht unbedingt an diesem Wochenende sein.“ Die Rosen - und es waren nicht nur rote - dufteten still vor sich hin und glänzten vor Nässe ganz besonders prächtig.

Ganz so rosig war die Situation für die Aussteller, vor allem für jene, die im Freien ihren Stand aufgebaut hatten, zeitweise sicher nicht. Doch auch sie lächelten und schüttelten das Wasser von den Abdeckplanen und Pavillons. Zu einer Landpartie, auch zu einer kleinen, gehört Regen wohl einfach dazu. Und Gummistiefel trägt man ja schon längst nicht mehr nur auf dem Lande.

Glück hatten die Anbieter der besonders zerbrechlichen und nässeempfindlichen schönen Dinge, die im neuen Rosenpavillon ausstellten. Eine Porzellanmalerin, eine Tortenkünstlerin, ein Bücherstand und ein Schmuckstand präsentierten sich in dem neuen Gebäude, auf das der neue Vorsitzende des Fördervereins Rosarium, Wolfgang Schadwinkel, ganz besonders stolz ist.

„Zwölf Banken habe ich wegen eines Kredits angeschrieben, niemand wollte uns Geld leihen.“ Doch nachdem es gelungen sei, einen neuen Pachtvertrag mit der Stadt über 25 Jahre zu schließen, habe die Volksbank Wilhelmshaven einen Kredit bewilligt, berichtet Schadwinkel. Viel Eigenarbeit, besonders erwähnt sei hier Günter Hinrichs, steckt in dem hellen und modernen Gebäude. Hauptsächlich werde es für Hochzeiten genutzt, 21 waren es allein schon in diesem Jahr. Davon zeugen auch die vielen bunten Rosenpflanzen im Hochzeitsbeet vor dem Rosenpavillon.