Wilhelmshaven

05.03.2014


Seemannsmission: Feste Basis für Seeleute aus aller Welt


Jährlich kümmert sich die Einrichtung um über 3000 Seeleute. 2013 waren 624 Seeleute als Gäste in der Hegelstraße.


Wilhelm Tiarks und Frank Sawert (v.l.) enthüllten die Gedenktafel in Anwesenheit der Schiffsbesucher, Mitarbeiter der DSM und der Heppenser Kirchengemeinde, recht s Pastor Peter Sicking, daneben DSM-Vorsitzender Wilfrid Adam .   WZ-FOTO:   Gabriel-Juergens

Wilhelm Tiarks und Frank Sawert (v.l.) enthüllten die Gedenktafel in Anwesenheit der Schiffsbesucher, Mitarbeiter der DSM und der Heppenser Kirchengemeinde, recht s Pastor Peter Sicking, daneben DSM-Vorsitzender Wilfrid Adam . WZ-FOTO: Gabriel-Juergens

 

Von Ulrich Müller-Heinck

Wilhelmshaven - Mit einer gestern enthüllten Gedenktafel erinnert die Seemannsmission Wilhelmshaven fortan sichtbar an jenes Ehepaar, dem es seine Heimstatt in der Hegelstraße 11 verdankt: Friedrich Wilhelm und Catherine Marie Düring hatten das Haus zu Beginn der 1960er Jahre der Deutschen Seemannsmission (DSM) vermacht, mit der Maßgabe, das Grundstück oder den Verkaufserlös „ausschließlich und unmittelbar zu kirchlichen, gemeinnützigen und mildtätigen Zwecken zu verwenden“.

Wilfrid Adam, 1. Vorsitzender der Seemannsmission Wilhelmshaven, nahm gestern die offizielle Enthüllung der Tafel zum Anlass, einen kleinen Rückblick auf die dahinter stehende Geschichte zu geben. Die 1959 auch vor dem Hintergrund der Inbetriebnahme des Ölhafens gegründete Seemannsmission - federführend waren der Heppenser Kirchenrat Reinhard Nagel und Wilhelmshavener Schiffsagenten - war kaum ein Jahr alt, als ihr durch Testament vom 14. März 1960 Schlachtermeister Düring die Immobilie versprach.

Das Ehepaar Düring war kinderlos geblieben; so hatte Friedrich Düring seine Frau als Vorerbin und die DSM als Nacherbin eingesetzt. Catherine Düring griff dem vor und schenkte bereits per Vertrag am 14. März 1961 Haus und Grundstück der Seemannsmission, sieben Jahre vor ihrem Tod.

Das von Jörg Wächter gestaltete Ehrenschild konnte aus Spendenmitteln der „Johanne-Heycken-Stiftung“ gefertigt werden. Enthüllt wurde es vom Sprecher der Schiffsbesucher, Frank Sawert, und Wilhelm Tiarks als Vertreter der nach der Schwester seines Vaters benannten Stiftung.