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Wilhelmshaven

04.01.2014


Schiff weckt Erinnerungen an Besuch Jules Vernes


1881 reiste der Schriftsteller per Schiff von Frankreich nach Kiel. Diese Reise soll möglichst originalgetreu nachgestellt werden.


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Der Nachbau des Jules-Verne-Schiffes  „Saint Michel II“ (großes Bild)    wird   vom 8. bis 11. Juni  am Bontekai liegen. 1881 hatte der Schriftsteller mit der „Saint Michel  III“ (Bild rechts  oben)  auf dem Weg nach Kiel einen Abstecher nach Wilhelmshaven gemacht. Mitorganisator der Reise 2014 ist der Bremerhavener Hafenlotse Bernhard Krauth, Vorsitzender des Jules Verne Clubs (Bild rechts unten).    FOTOs:    Jules Verne Club

Der Nachbau des Jules-Verne-Schiffes „Saint Michel II“ (großes Bild) wird vom 8. bis 11. Juni am Bontekai liegen. 1881 hatte der Schriftsteller mit der „Saint Michel III“ (Bild rechts oben) auf dem Weg nach Kiel einen Abstecher nach Wilhelmshaven gemacht. Mitorganisator der Reise 2014 ist der Bremerhavener Hafenlotse Bernhard Krauth, Vorsitzender des Jules Verne Clubs (Bild rechts unten). FOTOs: Jules Verne Club

Von Ursula Grosse Bockhorn

Wilhelmshaven - Nein, diesmal ist kein Prominenter an Bord, so wie damals. Als am 15. Juni 1881 die französische Yacht „Saint Michel III“ in Wilhelmshaven festmachte, ging kein Geringerer als Jules Verne an Land, Autor so berühmter Werke wie „Reise zum Mittelpunkt der Ede“ und „In 80 Tagen um die Welt“.

An diese Reise, die weiter über Kopenhagen nach Kiel führte, soll in diesem Jahr erinnert werden. Dann wird sich ein Nachbau eines früheren Schiffes des berühmten Franzosen, der „Saint Michel II“, auf den Weg von Frankreich nach Kiel machen, um an der Veranstaltung „Jules Verne - Kiel und der Eiderkanal 1861 und 1881“ teilzunehmen. Und da diese Reise möglichst originalgetreu die von 1881 nachstellen soll, wird wieder Wilhelmshaven drei Tage lang - vom 8. bis 11. Juni - Haltepunkt sein.

Einer der maßgeblichen Organisatoren ist Bernhard Krauth, Vorsitzender des deutschen Jules Verne Clubs mit weltweit 80 Mitgliedern. Den 46-Jährigen hat die Leidenschaft zum Werk des Autors futuristischer Abenteuerromane früh gepackt. Sein Vater hatte dem Jugendlichen die Lektüre an Herz gelegt. Als er dann entdeckte, dass es mehr Werke als die damals in deutscher Übersetzung vorliegenden gab, erwachte sein Forschungsdrang. In seiner Zweitwohnung in Bremerhaven, wo der Familienvater aus Ostfriesland als Hafenlotse arbeitet, sind die Regale inzwischen gut gefüllt mit allem, was er an bedrucktem Papier von und über Jules Verne auftreiben konnte.

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Einige Dokumente und Bildmaterial wird zu sehen sein bei einer kleinen Ausstellung, die vier Wochen vor der Ankunft der „Saint Michel II“ am Bontekai, im Küstenmuseum eröffnet werden soll. Sie soll den Verlauf der Reise von 1881 und den Aufenthalt in Wilhelmshaven thematisieren. Deren Bedeutung lag nicht allein in der Prominenz des Gastes. 1881 - das war gerade einmal zehn Jahre nach Beendigung des deutsch-französischen Krieges von 1870/71.